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Ein Phänomen im Spitzensport

Ihre Karriere gleicht einer Aneinanderreihung von Rekorden: Acht Medaillen bei neun WM-Teilnahmen, sieben olympische Spiele, erste gesamtdeutsche Europameisterin, älteste Titelträgerin aller Zeiten, die erste gesamtdeutsche Olympia-Medaillengewinnerin. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen. Eines ist Oksana Chusovitina, die im Juni 42 Jahre alt wird, auf jeden Fall: ein Phänomen im Spitzensport.

Nach den Olympischen Spielen vergangenen Sommer in Rio hatte sie ihren Rücktritt vom Leistungssport verkündet. Im Februar dann das Comeback, bereits das zweite in ihrer Karriere. 1998, vor der Geburt ihres Sohnes, hatte sich die Deutsch-Usbekin schon einmal von der Wettkampfbühne verabschiedet. Zu den Spielen 2000 in Sydney kehrte sie zurück. 2008 holte sie 16 Jahre nach Team-Gold in Barcelona in Peking Silber am Sprungtisch.

Seit 2006 besitzt Oksana Chusovitina die deutsche Staatsbürgerschaft. Bis 2012 war sie sechs Jahre lang Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Ihre Silbermedaille in Peking war das erste Edelmetall für eine Turnerin des DTB. Während dieser Zeit turnte Oksana Chusovitina auch in der Bundesliga. In Kirchheim war sie zweimal zu Gast: Im Mai 2007 beim Erstliga-Wettkampf mit dem Turnteam Köln und im November 2013, als sie dem TV Herkenrath zum Aufstieg in die 2. Bundesliga verhalf. Die nur 1,53 Meter große Tochter einer Köchin und eines Bauarbeiters lebt in Bergisch-Gladbach. bk

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