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Eine klare Botschaft

Auch wenn der Kalender den vierten Monat anzeigt: Es ist kein Aprilscherz. Kirchheims Basketballer haben zum ersten Mal ihren Willen zum Aufstieg in die erste Liga bekräftigt und einen Lizenzantrag für die BBL gestellt. Am heutigen Donnerstag endet die Abgabefrist und Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt bestätigt: „Ja, wir sind dabei.“

Bis der Traum von der ersten Liga in Kirchheim wahr werden könnte, ist es allerdings noch ein langer Weg. Zunächst müssten sich die Knights in den kommenden vier Play-off-Wochen bis zu den beiden Finalspielen am 14. und 16. Mai auf sportlichem Weg für den Aufstieg qualifizieren. Gegen Mannschaften wie Rostock, Jena oder Bremerhaven, die über ein deutliches Mehr an finanziellen Ressourcen verfügen. Unmöglich ist das nicht. Das hat das Jahr 2012 gezeigt, als die Kirchheimer mit ähnlich bescheidenen Mitteln ins Play-off-Finale einzogen und anschließend aus bekannten Gründen den Aufstiegsverzicht verkünden mussten: keine erstligataugliche Halle, keine ausreichende Infrastruktur, zu wenig Geld.

Inzwischen hat sich auch in Kirchheim einiges verändert. Der Klub ist breiter aufgestellt, wird von Vollzeitkräften geführt, hat eine erstklassige Nachwuchsmannschaft und fertige Pläne für Bau und Betrieb einer neuen Spielstätte in der Schublade. Doch reicht das? Im Moment nicht. Dafür hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass nicht vorankommt, der sich mit dem Status quo zufriedengibt. Nochmals wie 2012 will man sich nicht in vorauseilendem Gehorsam und in Demut zurückziehen. Es geht um eine klare Botschaft an Sponsoren, an Fans, an den gesamten Standort und damit letztlich auch an die Stadt, ohne die zur Seite Spitzensport nicht dauerhaft möglich sein wird. Die Botschaft lautet: Nur so geht Zukunft. Hinterher soll keiner sagen können, man hätte es nicht wenigstens versucht.Bernd Köble

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