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„Fußball-Heirat“ in Unterlenningen und Owen?

Gerüchte Der TVU und der TSVO planen offenbar eine Spielgemeinschaft im Aktivenbereich.

Lenningen. Die Gerüchteküche brodelt schon seit geraumer Zeit, nun vermeldet der „Tälesfunk“: Das Lenninger Tal steht vor einer neue Fußball-Heirat - die der Spielgemeinschaft TSV Owen/TV Unterlenningen. Doch der Vollzug lässt noch etwas auf sich warten.

Langsam wird die Zeit knapp. Bis 15. Mai muss die Anmeldung für die Saison 2021/22, die (hoffentlich) im August beginnt, beim WFV erfolgt sein. Bleiben vier Wochen Zeit für die Macher der beiden Klubs, die Voraussetzungen für einen Spielbetrieb zu schaffen. Aber dafür sind noch ein paar Hürden zu nehmen.

Angestrebt werden zwei Mannschaften für die Kreisligen B5 und B6. Die erste Garnitur unter Trainer Timo Reinhofer, wohnhaft in Owen. Unterstützt von Unterlenningens Ex-Kapitän Timo Stümpflen, der als Spieler aufgehört hat. Verstärkt unter anderem mit den Brüdern Daniel und Julian Deuschle. Die beiden kickenden Polizeibeamten sind von der SGEH ins Täle zurückgekehrt und wären wohl bereit, in der neuen Spielgemeinschaft mitzuwirken.

Für die „Zweite“, für die ebenfalls ausreichend Spieler zur Verfügung stehen, wird noch ein geeigneter Coach gesucht. Mit Rainer Ziegelin, der in den vergangenen drei Jahren den TSV Owen in der Sicherheitsliga trainierte, wird nicht mehr geplant. „Das beruht auf Gegenseitigkeit“, versichert Ziegelin, für den es seinerseits auch kein Zurück mehr gegeben hätte.

Offiziell wollten sich weder Timo Reinhofer noch Owens Abteilungsleiter Martin Wischropp zum aktuellen Stand der Dinge äußern. Dafür sei zu viel in der Schwebe. „Wir werden zeitnah bekannt geben, wenn es etwas zu verkünden gibt“, sagen beide. Verständlich ihre Zurückhaltung. Die TVU-Beerdigung erster Klasse am Ende der Vorrunde 2019/20, in der Hauptsache wegen Spielermangels, spukt als warnendes Beispiel in den Hinterköpfen. Seit damals heißt es noch heute in der „Todesanzeige“ auf der Internetseite der Unterlenninger Fußballabteilung: „Wir haben alles Erdenkliche versucht, die Mannschaft am Leben zu halten. Dies ist leider nicht gelungen. Am Ende haben wir keinen Kader für einen regulären und funktionierenden Spielbetrieb für die Rückrunde mehr zusammenbekommen und schweren Herzens unsere Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet.“ Und das ausgerechnet nach einem 3:0-Sieg im prestigeträchtigen Lenninger Derby, der Übernahme der Tabellenführung und dem Gewinn der Herbstmeisterschaft.

Erinnerungen an 1999

Einen ähnlichen Super-Gau haben die TV-Fußballer schon einmal erlebt. 1999, ein Jahr nach dem Aufstieg in die Kreisliga A, ruhte sechs Jahre lang der Spielbetrieb. Notorischer Spielermangel war damals ebenfalls der Grund - ein drittes Mal, einen Hattrick der fatalen Art, soll es mit der mit Nachbar TSV Owen angestrebten SG nicht mehr geben.Klaus Schlütter

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