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Goldjunge aus „Down Under“ trifft Herzdame aus „Unter-Wernau“

Wernau. Vom Sea Forest Waterway in Tokio direkt nach Wer­nau an den Neckar: Nachdem er vor knapp sieben Wochen in Tokio Olympiasieger im Kajak-Zweier der Herren über 1000 Meter geworden war, hat der australische Kanute Tom Green seine Freundin Josephine Siedle besucht.

Die beiden sind schon seit 2017 ein Paar. Kennengelernt ­haben sie sich in Australien, wo die Wer­nauerin damals als Schülerin ein Auslandspraktikum machte. Ihr Freund kommt von der australischen Goldküste in Queensland - trotz 16 000 Kilometern Entfernung sieht sich das Paar mehrmals im Jahr auch für längere Zeit. Denn die australische Kanu-Nationalmannschaft trainiert in ihrem Winter - dem europäischen Sommer - in Ungarn. Dann ist ­Siedle oft dort. Oder sie fliegt nach Australien, wo sie nach ihrem internationalen ­Managementstudium an der Uni Ingolstadt ohnehin weiterstudieren möchte. Mit Sack und Pack auszuwandern und dort zu leben, kann sich die 20-Jährige sehr gut vorstellen: Sie mag die Mentalität der Menschen, das gute Wetter und das entspannte Leben im Freien.

Tom Green war schon einige Male in Wernau. Meistens startet das Paar dann in den Urlaub. Dieses Mal in die Dolomiten und dann nach Venedig, das sie mit einem befreundeten Weltklassepaddler per Boot erkundeten. Josephine Siedle, die früher geturnt hat und begeistert Snowboard fährt, hatte Spaß an ihrer ersten Paddel- erfahrung. Noch bis Ende September ist Green in Deutschland, dann geht es zurück nach Australien. Dort erwarten ihn dann erst mal zwei mürbe Wochen in Hotelquarantäne.

Was der Olympiasieger jetzt noch für Ziele hat? „Im Einer-Kajak stärker werden“, weil es da in Tokio nicht rund gelaufen sei. pm

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