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Kirchheim, es reicht!

Zum Artikel „Einem Kleinod droht die Abrissbirne“ vom 29. Dezember

Der Bericht über die bevorstehende Eliminierung des „Weise-Parks“ und das dort (noch) stehende Blockhaus (Ecke Weisestraße / Raunerstraße) war wie ein Messerstich mitten ins Herz! Hätte es nicht eine andere Lösung geben können, als eine der letzten grünen Lungen und natürlichen Klimaanlagen Kirchheims an einen Gewinn- und Profitorientierten auswärtigen Investor in die Hände zu treiben?

Das Weise-Areal ist mit einer einzigartigen Flora und Fauna beglückt, die wiederum einzigartig in unserer Stadt ist. Der über 100 Jahre alte Baumbestand und der einhergehende Lebensraum etlicher Tierarten soll tatsächlich wegen zu erwartenden Bausünden geopfert werden? Es gibt Bürger, welche die Zeichen der Zeit erkennen und Insektenhotels bauen, Wildblumenbeete anlegen und Bäume pflanzen. Nicht aus wirtschaftlichem Interesse, sondern mit dem Zukunftsgedanken an ihre Kinder und Kindeskinder. Die grauen Betonhäuser und die oftmals zusätzlich angelegten Gabionen und Stahlwände vermitteln nahezu schon das Gefühl, dass eine neue Stadtmauer um unser Kirchheim gezogen werden soll. Das einst schöne Stadtbild Kirchheims wendet sich immer mehr ins Negative - wann wird endlich die Notbremse gezogen?

Im nicht weit entfernten Waldenbuch steht eine weltbekannte Schokoladenfabrik, deren Slogan in Kirchheim etwas abgewandelt Anklang findet: „Quadratisch - Praktisch - Unschön“.

Es soll noch Menschen geben, deren unverschämter Traum es ist, die Natur erhalten zu wollen. Bitte macht nicht weiter so, denn „erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ - Weissagung der Cree.

Familie Klaus Schneider, Kirchheim

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