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Maisch löst Ticket nach Tokio

Leichtathletik Die Kugelstoßerin aus Bempflingen knackt die Normweite für Olympia in Tokio und ist nun zweitbeste Deutsche.

Neubrandendburg. Die magische Marke von 18,50 Meter ist gefallen, und Katharina Maisch jubelt: Die Bempflinger Kugelstoßerin im Trikot des LV 90 Erzgebirge hat ihr großes Ziel für diese Saison erreicht und beim Abendsportfest des SC Neubrandenburg mit der Siegerweite von 18,51 Metern die Norm für die Olympischen Spiele übertroffen.

Schon im ersten Durchgang hatte die 24 Jahre alte Sportsoldatin mit 18,37 Metern neue persönliche Bestleistung gestoßen (zuvor 18,13 Meter). „Da wusste ich, dass hier was gehen kann“, erzählt Maisch, die sich schließlich schon im zweiten Versuch entscheidend verbesserte, die 18,50er-Marke knackte und damit das ablieferte, was ihr Experten wie Heim- und Bundestrainer Sven Lang schon seit einiger Zeit zutrauen. „Im Training hatte sich das schon angedeutet, dass es jetzt geklappt hat, war die Krönung“, zeigt sich Maisch glücklich und erleichtert zugleich. Mit ihrer neuen Bestweite schob sich die Drehstoßerin auch in der aktuellen deutschen Bestenliste auf Rang zwei. Nur Sara Gambetta vom SV Halle stieß in diesem Jahr weiter (18,86).

Ob Maisch sicher bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei sein wird, steht noch nicht fest. Bis Ende Juni hat die nationale Konkurrenz Zeit, nachzulegen. „Aber es sieht sehr gut aus“, sagt die Bempflingerin voller Vorfreude auf das sportliche Großereignis 2021. Nach ihrem Auftritt beim Kugelstoß-Wettkampf im Kurpark in Bad Liebenzell in dieser Woche reist sie am Sonntag mit den übrigen Kaderathleten ins Trainingslager nach Latsch in Südtirol. Der Flug nach Japan ist für 20. Juli vorgesehen. Alexander Schmid

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