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Methan und CO2

Zum Artikel „Napoli statt Bolognese“ vom 5. Oktober:

Jeder kann zweifellos durch sein persönliches Konsumverhalten den eigenen CO2-Footprint beeinflussen. Es ist ja schon mal schön, dass im Artikel nicht Margarine mit ihren ekeligen und ungesunden Palmfetten als Alternative zu Butter empfohlen wird. Aber die eigentliche Sensation verbirgt sich in einem Nebensatz: „Methan wirkt 23-mal stärker auf das Klima als CO2.“ Wenn das stimmt, ist ein Kilo Methan so schädlich wie 23 Kilogramm CO2. Im Land der Ingenieure und Tüftler sollte es doch zumindest bei Stallhaltung von Rindern möglich sein, Methan aufzufangen oder abzusaugen und als Biogas dem Erdgas beizumengen. Dann wären alle den privaten Verbraucher belastende Diskussionen und Vorschläge wie eine CO2-Steuer auf Kraft- und Brennstoffe im Bereich des Rundungsfehlers liegende Effekte aus einer 130-km/h-Beschränkung oder unsinniger sogenannter Vollwärmeschutz mit teils giftigen Kunststoffen und so weiter hinfällig. Die tatsächlichen Mechanismen des Klimawandels scheinen noch gar nicht verstanden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte keine Politiker.

Bodo Lorenz, Schlierbach

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