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Multis und Politik unter einem Hut

Zur Berichterstattung über die gestiegenen Spritpreise

Uns wird immer suggeriert, wir haben es in der Hand, die Energiekosten zu steuern. Falsch! Die Multis steuern mithilfe der Politik! Wie sonst wäre es möglich, dass die Spritpreise bis zu zehn Cent innerhalb von ein paar Stunden schwanken können. Der Einkaufspreis ist doch der gleiche! Ich sage mithilfe der Politik, denn sie unternimmt nichts, um es zu steuern.

Österreich zum Beispiel hat schon jahrelang einen Riegel vorgeschoben und die Schwankung begrenzt. Und man kann ja nicht Österreich als totalitären Staat bezeichnen. Weitere Beispiele:

Rentenversicherung: In Österreich gibt es sogar Weihnachtsgeld für alle, ohne dass die Rentenkasse vor dem Ruin steht und kommende Generationen unter der Last ächzen müssen, wie uns eingebläut wird.

Wir haben unzählige Krankenkassen, Österreich nur wenige - zwei, glaube ich - und es funktioniert auch.

Fast in ganz Europa gilt auf der Autobahn Tempo 130, nur bei uns ist es nicht möglich. Sind alle anderen blöd?

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Und auf Freiwilligkeit setzen ist und bleibt utopisch. Ein Beispiel, wo es geklappt hat, fällt mir auf Anhieb nicht ein, Gegenbeispiele genügend. Aber in dieser Hinsicht kann man es mit Adenauer halten: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber jeder hat nicht den gleichen Horizont.“

Ich hoffe, ich habe richtig zitiert.

Gustav Schmidt, Weilheim

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