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Ötlinger nehmen dritten Anlauf

Teckbotenpokal Die 58. Auflage des Turniers fällt dieses Jahr aus und soll 2022 erneut im Rübholz stattfinden – dank der Flexibilität der nachfolgenden Ausrichter. Von Peter Eidemüller

Bei der ersten Turnierauflage in Ötlingen 2015 gewann der TSV Jesingen den Teckbotenpokal. Foto: Deniz Calagan
Bei der ersten Turnierauflage in Ötlingen 2015 gewann der TSV Jesingen den Teckbotenpokal. Foto: Deniz Calagan

Fußballfans in der Region müssen zum zweiten Mal auf den Teckbotenpokal verzichten. Nachdem der TSV Ötlingen bereits vergangenes Jahr wegen Corona die Segel hatte streichen müssen, ziehen die Macher im Rübholz notgedrungen erneut die Notbremse: Das von 25. Juli bis 1. August geplante Vorbereitungsturnier fällt im Zuge der Corona-Pandemie aus. „Wir gehen nicht davon aus, dass uns der WFV vor dem Hintergrund der Infektionslage ein Turnier in der Größenordnung genehmigt hätte. Von der Stadt ganz zu schweigen“, sagt der Ötlinger Fußballabteilungsleiter Roland Süss, der gemeinsam mit Orga-Chef Hans Rietheimer und dessen Team seit Wochen über drei Szenarien gehirnt hatte: Komplettabsage, erneutes Verschieben oder Alternativturnier in abgespeckter Form.

Da Letzteres mit dem Teckboten-Verlag als Namensgeber und Preisgeldstifter nicht machbar gewesen wäre und eine Komplettabsage die Ötlinger nach zweimaligen vergeblichen Vorbereitungen bis ins Mark getroffen hätte, blieb nur die Option „Verschieben“. Dass dafür die nachfolgenden Ausrichtervereine mitspielen müssen - das Turnier ist bis 2028 vergeben - sorgte wie im vergangenen Jahr für einen Telefonmarathon rund um die Teck.

Ab 2025 alles wie gehabt

Mit Erfolg: Der TSV Holzmaden rückt von 2022 auf 2023, der TSV Jesingen von 2023 auf 2024. Da die TG Kirchheim auf die Ausrichtung in drei Jahren verzichtet und freiwillig auf den nächsten freien Slot im Jahr 2029 rutscht, macht die Sache einfacher: Die ursprünglich für 2025 (TSV Notzingen), 2026 (SF Dettingen), 2027 (TSV Weilheim) und 2028 (TV Neidlingen) vorgesehenen Ausrichter behalten ihren Termin, wären aber übrigens allesamt bereit gewesen, ebenfalls wieder ein Jahr weiterzurutschen. „Wir sind überwältigt, dankbar und freuen uns, dass unsere Nachbarn schon wieder so flexibel sind, damit wir zum Zuge kommen“, atmet TSVÖ-Chef Roland Süss auf.

Der zweiten Auflage im Rübholz nach 2015 und der 58. insgesamt steht damit nichts weiter im Wege als das Ende der Pandemie. Was das angeht, sind sie in Ötlingen allerdings optimistisch: „Ich denke, dass die Chancen nächstes Jahr 100 Prozent besser stehen“, sagt Roland Süss.

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