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Olympia-Abstinenz setzt Kräfte frei

Mountainbike Luca Schwarzbauer und Alexa Fuchs vom SV Reudern strotzen vor der EM vor Selbstvertrauen.

Alexa Fuchs (18) vom SV Reudern startet am Sonntag im EM-Rennen der Juniorinnen.Foto: Armin Küstenbrück
Alexa Fuchs (18) vom SV Reudern startet am Sonntag im EM-Rennen der Juniorinnen.Foto: Armin Küstenbrück

Novi Sad. Zwei Mountainbiker des SV Reudern werden am kommenden Wochenende Deutschland bei den Europameisterschaften im serbischen Novi Sad vertreten: Luca Schwarzbauer (34) aus Nürtingen und Alexa Fuchs (18) aus Zainingen. Beide schätzen die nagelneue Strecke unterhalb der berühmten Burganlage von Novi Sad als „Drücker-Strecke“ ein: „Ständig geht es rauf und runter, ständige Richtungswechsel“, berichtet Fuchs von ihrem ersten Eindruck der sehr staubigen und bei Regen ziemlich rutschigen Strecke über der Donau: „Da bleibt kaum Zeit zum Erholen.“

Für beide ist die gewaltige Hitze, die derzeit über dem Südosten Europas lastet, eine der größten Herausforderungen. Am Sonntag- nachmittag zum Männerrennen (Start um 16 Uhr)) werden Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Alexa Fuchs dürften bei ihren zweiten Junioren-Europameisterschaften (nach dem 11. Platz im vergangenen Jahr im schweizerischen Monte Tamaro) morgens um 10.30 Uhr vielleicht noch ein paar Grad weniger erwarten.

„Ich bin vielleicht gerade in meiner besten Form überhaupt“, zeigt sich Schwarzbauer zuversichtlich, weiß aber auch: „Das genau am Tag X auf die Strecke zu bringen, das ist die entscheidende Herausforderung.“ Die Vorbereitung lief gut. Während die anderen Favoriten oftmals noch die Reisestrapazen der Olympischen Spiele in den Knochen haben - viele Olympioniken berichten von einem Loch, in das man nach den Spielen fällt - konnte sich Schwarzbauer in Ruhe auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten.

Der vierte Platz am vergangenen Wochenende im österreichischen Dornbirn bestätigt dies - und ist auch Balsam für Schwarzbauers Selbstbewusstsein. Doch der Nürtinger Student sieht seinen Saisonhöhepunkt nicht in der EM. In zwei Wochen finden in Val di Sole die Weltmeisterschaften statt. Auch der Weltcup im schweizerischen Lenzerheide eine Woche später ist wichtiger, betont der Lexware-Fahrer.

Als Juniorin hatte Alexa Fuchs mit Olympia nichts zu tun, musste nicht durch die Qualifikationsrennen und hatte erst recht keinen Reisestress. Entsprechend zieht auch sie viel Selbstvertrauen aus dem vierten Platz im Juniorinnen-Rennen in Dornbirn. Und beide sagen übereinstimmend: „Strecken wie in Novi Sad, die liegen mir.“Armin Küstenbrück

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