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Teckbahn: Vier mögliche Modelle

Hybrid-S-Bahn: „Die Hybrid-S-Bahn ist wahrscheinlich dem aktuellen Elektro-Hype geschuldet“, sagt Hartmut Jaißle. Um auf elf Kilometern mit Diesel, Akku oder Wasserstoff fahren zu können, müssten die Triebwagen auf den 73 Kilometern von Kirchheim bis Herrenberg die zusätzliche Technik unnötig herumschleppen. Ein S-Bahn-Langzug mit drei Triebwagen wäre fürs Lenninger Tal deutlich zu groß, würde sehr teure Umbauten und lange Bahnsteige erfordern.

Elektrifizierung und S-Bahn: Auch bei dieser Lösung könnte man Triebwagen in Kirchheim trennen, mit etwas Fahrzeitverlust. Man müsste dies auch fahrplantechnisch hinbekommen: Der Zugteil, der in Oberlenningen war, würde nach seiner Rückkehr nach Kirchheim an einen anderen Zug angehängt - denn der, mit dem er kam, ist ja längst wieder weg.

Diesel wie bisher: Bei dieser Option bleibt das Umsteigen in Kirchheim. Parallel zur elektrischen S-Bahn weiter bis Wendlingen zu fahren, wäre theoretisch möglich, den Protest der Anwohner kann man sich aber vorstellen. Ein Umstieg auf Brennstoffzelle wäre, sobald es solche Fahrzeuge gibt, denkbar. Der Zug von Oberlenningen könnte über Weilheim und Boll nach Göppingen fahren.

Elektrische Zweisystem-Stadtbahn: Sie könnte für das Lenninger Tal angemessener sein als die „große“ S-Bahn, könnte ebenfalls bis Göppingen oder Wendlingen durchgebunden werden. Sie würde die Durchfahrt durch Weilheim und Boll erleichtern und in Oberlenningen eine Verlängerung in die Ortsmitte und darüber hinaus möglich machen. Auf die Vorstellung einer Verlängerung reagiert Bürgermeister Michael Schlecht allerdings mit Entsetzen: „Warum sollen wir eine Teckbahnverlängerung in die Ortsmitte Oberlenningen wollen? Das würde absolut nichts an der Verkehrsbelastung ändern.“pd

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