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Trojanisches Pferd

Zum Leserbrief „Verstehen die Ablehnung nicht“ vom 21.  November

Hintergründe zu den Verbindungen der Aktion „Seebrücke“ ins linksextremistische Milieu finden sich im Verfassungsschutzbericht der Stadt Hamburg aus dem Jahre 2018.

Darin wird die „Interventionistische Linke“ (IL) als einer der Hauptinitiatoren der Aktion „Seebrücke“ benannt. Dazu liest man auf Seite 108: „Bündnisse wie ,Seebrücke‘ oder ,Ende Gelände‘ sind Beispiele dafür, dass die IL aus taktischen Gründen häufiger wichtige Protestaktionen nicht unter dem Label der ,Interventionistische Linke‘, sondern in einem anderen Gewand präsentiert, durch das eine Zugehörigkeit zum linksextremistischen Spektrum gezielt verschleiert wird. Die IL will über diese Methode in der Öffentlichkeit als legitime politische Stimme wahrgenommen werden, von der sich auch Schichten repräsentiert fühlen, die Extremismus ablehnen.“ Das Ziel der IL ist laut Hamburger Verfassungsschutz, eine möglichst große Zahl nichtextremistischer Akteure zu radikalisieren und das Personenpotenzial für die eigenen subversiven und extremistischen Zielvorstellungen zu vergrößern - so nachzulesen auf Seite 121 des Verfassungsschutzberichts.

Ich unterstelle keinem der Befürworter der „Seebrücke“ in Kirchheim oder auch anderen Städten extremistische oder gar verfassungsfeindliche Motive. Wie das Beispiel Hamburgs zeigt, stellt die Aktion „Seebrücke“ eine Art „Trojanisches Pferd“ dar, mit dem Linksextremisten versuchen, Anschluss an bürgerliche Kreise zu bekommen und diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Wenn auch dies leider schon in vielen Städten gelungen ist, so tat der Kirchheimer Gemeinderat gut daran, diese Aktion abzulehnen.

Dr. Thilo Rose, Kirchheim

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