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Wie wohnen wir in Zukunft?

Zum Artikel „Zukunftsdialog lässt Impulse für Kirchheim vermissen“ vom 23. November

Welche sozialen und ökologischen Aufgaben müssen gelöst werden, um zukünftiges Wohnen in Kirchheim nachhaltig zu gestalten? Antworten auf diese Frage hätte der Zukunftsdialog 2018 geben können. Wir sind als zivilgesellschaftlichen Initiative „attac Kirchheim und Umgebung“ der Auffassung: Hier wurde die Chance vertan, mit den anwesenden Experten der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 einen konstruktiv-kritischen Dialog zu führen.

Dabei hätte das Memorandum der IBA 2027 „StadtRegion Stuttgart“ vom 11. Oktober 2016 mit seinen Aussagen zu den Querschnittsqualitäten der IBA gute Ansatzpunkte geboten. Zum Zusammenhang zwischen Mobilität und Wohnen formuliert das Memorandum: „Deshalb muss Nachhaltige Mobilität ein Schlüsselthema der IBA 2027 ,StadtRegion Stuttgart‘ werden. Wir wollen bis 2027 Mobilitätsstrategien aufzeigen, die aktuelle Probleme . . . lösen und den Verkehr im städtischen Raum reduzieren . . ., ohne die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger sowie der Wirtschaft zu beeinträchtigen. Der Mobilitätswandel wird Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung und auf die Neugestaltung öffentlicher Räume haben.“

Was das Memorandum mit seinen „Querschnittsqualitäten“ formuliert, verlangt nichts weniger als eine sozial-ökologische Transformation unseres Wohnens, unserer Mobilität, unseres Konsums, unseres Wirtschaftens. Wir fragen uns und die Politik in Kirchheim: Wann gehen wir als einzelne Bürger, als (Zivil-)Gesellschaft, als Politik, als Wirtschaft in Kirchheim und anderswo die enormen Herausforderungen, die damit verbunden sind, endlich konsequenter an?

Hans Dörr, Notzingen

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