Serie Familienleben

Landpartie lockt mit Sporteinlage

Ausflugstipp Biker, Skater oder Scooterfahrer kommen auf dem Pumptrack in Schopfloch auf ihre Kosten – die ganze Familie im Harpprechthaus. Von Bianca Lütz-Holoch

Einen Ausflug auf die Alb - damit kann man nicht jedes Kind hinterm Ofen vorlocken. Bei der Überzeugungsarbeit helfen manchmal aber schon kleine Anreize. Wie zum Beispiel der Pumptrack in Schopfloch. Seit gut einem Jahr gibt es neben dem Bolzplatz nahe des Wanderparkplatzes „Berg“ einen kleinen, asphaltierten Parcours mit Wellen und Steilkurven. Der eignet sich für Kinder ebenso wie für Jugendliche. Die Jüngeren haben Freude daran, einfach über die Hügel zu düsen. Dabei lernen sie ganz nebenbei, ihr Rad besser unter Kontrolle zu halten. Ältere können mit Bike, Scooter oder Skateboard auch Sprünge und Tricks ausprobieren.

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Ein Ball muss in den Rucksack

Ganz wichtig ist natürlich, die entsprechende Ausrüstung einzupacken: Fahrrad, Roller oder Skateboard, Helm und Schützer müssen mit. Auch ein Ball sollte nicht fehlen, denn gleich nebenan lädt der Bolzplatz zum Kicken ein.

Die Erwachsenen - sofern sie nicht gemeinsam mit dem Nachwuchs sporteln wollen - können sich auf den Naturholzbänken beim Pumptrack oder auf den Sitzbänken am Bolzplatz niederlassen. Besonders gemütlich ist das, wenn eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee mit im Gepäck ist.

Erst austoben, dann zum Mittagessen in das Harpprechthaus: In Schopfloch kommt jeder auf seine Kosten.Fotos: Bianca Lütz-Holoch
Erst austoben, dann zum Mittagessen in das Harpprechthaus: In Schopfloch kommt jeder auf seine Kosten.Fotos: Bianca Lütz-Holoch

Mittagessen im Harpprechthaus

Auch eine Wanderung lässt sich noch einschieben - zum Beispiel zum Bahnhöfle oder zur Schertelshöhle. Wer keine weitere Strecke gehen mag oder ein Familienmitglied im Schlepptau hat, das nicht so gut zu Fuß ist, steuert einfach direkt das Harpprechthaus an. Rund 400 Meter sind es bis zu dem roten Gebäude, einem Haus der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins. Auf der geteerten Straße zum Haus lässt es sich wunderbar mit Rad und Roller fahren.

Bei schönem Wetter lockt der Biergarten mit Windschutzverglasung und plätscherndem Brunnen. Für die Kinder gibt es einen Spielplatz mit Rutsche, Schaukeln und einer kleinen Kletterwand. Ist das Wetter nicht biergartentauglich, lohnt sich auch eine Einkehr in die gemütliche Gaststube.

 

 

Info An Sonn- und Feiertagen kann es schon mal voll werden, deshalb ist Reservieren sinnvoll.

Foto: Bianca Lütz-Holoch

Über Theodor Harpprecht

Namensgeber des Harpprechthauses ist Theodor Harpprecht. Der gebürtige Stuttgarter war passionierter Bergsteiger und hat die Gründung des Deutschen Alpenvereins DAV unterstützt. 1869 gründete der Justizassessor als 28-Jähriger die Sektion Schwaben im DAV. Theodor Harpprecht machte durch verschiedene Erstbesteigungen in den Alpen von sich reden.

Sein größter Erfolg war die Erstbesteigung der Thurwieserspitze. Seine Bergsteigererfahrungen zwischen 1865 bis 1877 hat er schriftlich festgehalten. Sie sind unter dem Titel „Bergfahrten von Theodor Harpprecht“ erschienen. Theodor Harpprecht starb nach schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren.bil