Serie Weihnachtsaktion

Oldies für Weihnachtsaktion

Livemusik sorgt für ausgelassene Partystimmung bei der 6. Jesinger Oldie Night

Die 6. Oldie Night ging in der Jesinger Gemeindehalle mit viel „Drive“ über die Bühne. Die beliebte Traditionsveranstaltung spülte erneut ordentlich Geld in die Kasse der Teckboten-­Weihnachtsaktion.

Oldies für Weihnachtsaktion
Oldies für Weihnachtsaktion

Kirchheim. Was im Jahr 2010 aus einer spontanen Idee heraus geboren wurde, hat sich mittlerweile zu einer Veranstaltung mit Kultstatus entwickelt. Die Devise ist auch bei der sechsten Auflage unverändert geblieben: Musik hören, tanzen, Bekannte treffen, Spaß haben und nebenbei noch Gutes tun, denn der Ertrag des Abends floss wieder in die Teckboten-Weihnachtsaktion.

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Punkt 20 Uhr übernahm die Band Hummin‘ Tops – auf Deutsch „Brummkreisel“ – die musikalische Lufthoheit im Saal. Der erste Song „Pretty Woman“ von Roy Orbison lockte sogleich etliche Tanzfreudige aufs Parkett. Andreas Oroszi begrüßte die Gäste im gut besetzten Saal und verwies auf Sinn und Zweck des Events. Beim folgenden „Painter Man“ der englischen Beatgruppe „The Creation“ kamen schon rockigere Töne aus den Boxen.

Das dargebotene Repertoire – „Oldies but Goldies“ – der Hummin‘ Tops zollte vor allem den 60er- und 70er-Jahren Tribut, in denen das Lebensgefühl junger Leute durch Beatclub, Flower Power und Woodstock geprägt war und Bands wie die Beatles und Rolling Stones den Ton angaben und Wegmarken setzten.

Mit technischer Unterstützung der Firma Röhm-Veranstaltungs­service aus Oberlenningen kamen Lautstärke, Sound und Licht bestens daher. Bis in den letzten Winkel der Halle waren Gesang und Instrumente gut hörbar. Dass auch das Kommunikative nicht zu kurz kam, hatten die Musiker eingeplant. Den dreiviertelstündigen Musikblocks folgten zehnminütige Pausen, in denen geschwätzt oder das Glas aufgefüllt werden konnten.

Für alle im Saal war spürbar, dass es sich bei den Hummins um Musiker handelt, die sich mit Leib und Seele der gewählten Musikepoche verschrieben haben. Ob vielstimmiger Gesang à la „Eagles“, fetziger Gitarrensound im Stil der Steve-Miller-Band, bluesige Harptöne oder die sagenhaften Akkordfolgen der Beatles – alles wurde bestens gespielt und passte zur Besetzung der Band. Es verstand sich von selbst, dass die Musik „handgemacht“ war und auf originalgetreue Arrangements geachtet wurde. Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum für die gezeigten Leistungen.

Die Hummin‘ Tops können einen musikalischen Stammbaum vorweisen. Dieser verweist auf Musiker der einstigen Kultbands „Take Five“, „Rainbow“ und „Top Lights“. In der aktuellen Formation spielten Helga Hägele, Orgel und Gesang, Michael Hägele, Gesang und Rhythmusgitarre, Andreas Oroszi, Bass und Gesang, Michael Oroszi an der Sologitarre sowie Uli Zimmermann am Schlagzeug. Dass man es durchweg mit guten Einzelmusikern zu tun hatte, belegte eindrucksvoll das Solo von Leadgitarrist Michael Oroszi bei Chuck Berrys „Johnny B. Goode“. Die fünf Musiker aus Holzmaden und dem Göppinger Raum treten das Jahr über bei Tanzveranstaltungen, Partys, Betriebsfeiern und Hochzeiten auf.

Die Oldie Night bot viele Ohrwürmer und einst gefeierte Top-Ten-Stücke aus der Hitparade. Bei etlichen Songs wie „San Francisco“ von Scott McKenzie, „Venus” der Band Shocking Blue, „Somebody help me“, der Spencer Davis Group oder „Who’ll stop the Rain“ von Creedence ­Clearwater Revival sang das Publikum kräftig mit. Auch selten gehörte, aber bekannte Titel wie „Barbara Ann“ von den Beach Boys oder „Death of a Clown“ von den Kinks fanden Gefallen.

Die Bewirtung der Benefizveranstaltung lag in den professionellen Händen des Restaurants Adler, wie sich das Lokal in der Gemeindehalle Jesingen seit der Übernahme durch die neuen Gastronomen nennt. Es war ein perfekter Abend, der einem guten Zweck diente.

Die „Hummin‘ Tops“ gefielen und spielten sich mit guter Musik in die Herzen der Gäste.Foto: Rainer Stephan
Die „Hummin‘ Tops“ gefielen und spielten sich mit guter Musik in die Herzen der Gäste.Foto: Rainer Stephan