REISEBERICHT SCHWEIZ


  • Leserreisen
  • Reiseberichte
Schweiz, Ascona
Schweiz, Reisegruppe
Schweiz, Gletscher
Schweiz, Bahn
Schweiz, Reisegruppe
Fotos: Günter Tannenberger

Schluchten - Gletschern - Palmen

Eine Fahrt mit Schweizer Bergbahnen zu den grandiosen Panoramen der Schweizer Bergwelt.

Eine Panoramafahrt zu den grandiosen Bergpanoramen der Schweizer Bergwelt war die jüngste Leserreise des Teckboten. Nach einem Bummel durch Luzerns pittoreske Altstadt gings mit der Brüning-Bahn entlang einer schönen Panoramastrecke nach Brienz, von dort weiter mit einem alten Dampfschiff über den Brienzer See, immer begleitet von herrlichen Bergpanoramen, bis nach Interlaken. Von hier war es nicht mehr weit bis Grindelwald, das anderntags Ausgangspunkt für den ersten Höhepunkt der Reise war. Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn der höchstgelegene Bahnhof Europas liegt in einer Höhe von 3454 Meter in einer „Höhle“ im Bergmassiv des Jungfraujochs. Vom Jungfraujoch sollte die Aussicht auf die Kulisse der schneebedeckten Berge Mönch, Eiger, Jungfrau, die Eigernordwand und den Aletschgletscher bombastisch sein, wäre da nicht der Nebel gewesen, der just an diesem Tag diesen erhabenen Ausblick verhinderte.

Reizvoll war das Simmental mit seinen ausgedehnten Wiesen und lieblichen Bergdörfern, wo man in Zweisimmen in die Golden Pass Linie umstieg. Mit der Schmalspurbahn, entlang an sattgrünen Wiesen und schiefergedeckten Bauernhäusern, ging es durchs idyllische Berner Oberland bis nach Gstaad, das ein beliebter Ferienort wohlhabender und berühmter Menschen ist. Auch wenn durch die Hauptstraße mit den teuren Edelboutiquen auch schon mal eine Kuhherde durch den exklusiven Ort getrieben wird. Noch mondäner das nächste Ziel, der Kurort Montreux am Genfer See, wo die Golden Pass Line ihren Endpunkt hat. Um den nächsten Höhepunkt zu erreichen, musste die Eidgenossenschaft verlassen werden. Der Mont Blanc Express schlängelt sich über in den Felsen gehauene Trassen bis ins französische Chamonix in den Savoyer Alpen. Chamonix gilt als die Wiege des Alpinismus und war erster Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1924. Hier eröffnet sich eine einmalige Vielfalt von Gipfeln, Kuppeln und Gletschern und mit dem höchsten Berg Europas, dem 4807 Meter hohen Mont Blanc, eine unvergleichliche Silhoutte.


Per Bus wurde das reizvolle Rhônetal durchquert, das zwischen den Berner- und Walliser-Alpen liegt. Bevor man den Hauptort des Oberwallis erreichte, kreuzt die Straße noch die berühmte Bahnstrecke des Glacierexpress. Nach einer Schlossbesichtigung in Brig machte man sich auf in Richtung Simplon Pass, der als einer der schönsten Alpenübergänge gilt. Über langgezogenen Kurven schlängelt sich die Straße hinauf bis auf eine Höhe von 2000 Metern. Auf der Südseite führt der Weg in Richtung Italien, vorbei am Simplon Dorf bis ins italienische Domodossola, das ein wenig spröde und so ganz ohne südliches Ambiente ist. Doch hier ist der Endbahnhof der Centovalli-Schmalspurbahn, die die Teckboten-Leser für die letzte Bahnetappe nützen wollten. Entlang tiefer Schluchten und Felsspalten, über eindrucksvolle Brücken und durch Kastanienwälder, bot sich eine abwechslungsreiche und faszinierende Fahrt. Nach vielen Kurven und zwei Stunden später erreichten die Teckboten-Leser die „Sonnenstube“ der Schweiz am Lago Maggiore, wo Locarno und Ascona die beiden letzten Ziele der Reise waren.


Man war in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz, in Frankreich und in Italien, hat Boot, Bus und Bahn benutzt, hat die beeindruckendsten Bergpanoramen gesehen, begleitet von einem umsichtigen schweizerischen Reisebegleiter, der jeden Berg, jedes Gebäude und jeden Fahrplan kannte und den Teckboten-Lesern ein eindrückliches Reiseerlebnis bescherte.


Text und Bilder: Günter Tannenberger