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BMVI fördert verstärkt gewerbliche Flotten

Mit der Förderung werden kommunale und gewerbliche Flotten wie zum Beispiel Taxis, Kurier-, Express- und Sharingdienste bei dem
Mit der Förderung werden kommunale und gewerbliche Flotten wie zum Beispiel Taxis, Kurier-, Express- und Sharingdienste bei dem Umstieg auf die klimafreundliche E-Mobilität unterstützt. Foto: Jörg Bächle

BMVI. Ab sofort können Kommunen, kommunale und gewerbliche Unternehmen wieder Anträge für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen einreichen. Mit der Förderung werden kommunale und gewerbliche Flotten wie zum Beispiel Taxis, Kurier-, Express- und Sharingdienste bei dem Umstieg auf die klimafreundliche E-Mobilität unterstützt. Bundesminister Andreas Scheuer: „Wir brauchen die Elektromobilität, um die Emissionen im Verkehrsbereich stärker und dauerhaft zu senken. Gerade Taxis und Kurierdienste haben eine enorm hohe Fahrleistung von Tausenden an Kilometern jährlich. Deshalb ist es uns sehr wichtig, den Umstieg von kommunalen und gewerblichen Flotten auf die Elektromobilität mit weiteren 20 Millionen Euro zu fördern.“ Mit der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ unterstützt das BMVI seit 2015 unter anderem die Beschaffung von Elektrofahrzeugen einschließlich des Aufbaus dazugehöriger Ladeinfrastruktur. Die weiteren 20 Millionen Euro wurden mit dem Zukunftspaket der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Das Zukunftspaket dient dazu, die Konjunktur anzukurbeln und Deutschland wirtschaftlich gestärkt und zukunfts- und klimaorientiert aus der aktuellen Corona-Krise zu führen.

Elektromobilität ist eine Schlüsseltechnologie für die Gestaltung eines nachhaltigen Verkehrssystems zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor.

Zunehmende Elektromobilität wird einen spürbaren Beitrag zur drängenden Verbesserung der Luftqualität insbesondere in den Städten leisten. Nicht zuletzt bietet Elektromobilität auch wichtige industriepolitische Chancen für Deutschland. Unser Ziel ist, dass Deutschland ein Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität wird.

Auf Basis der Förderrichtlinie Elektromobilität fördert das BMVI batterieelektrische Mobilität. Diese stellt den Markthochlauf in den Mittelpunkt und nimmt kommunale und gewerbliche Flotten mit hoher Verkehrsleistung im kommunalen Umfeld in den Blick. Gleichzeitig wird die für den Betrieb der Fahrzeuge dazu notwendige Ladeinfrastruktur gefördert.

Die Nichteinhaltung der Luftverschmutzungswerte insbesondere durch Stickoxide und die dadurch ausgelöste verstärkte Diskussion zu Fahrverboten in Innenstädten veranlasste die Bundesregierung in 2017, zu einem Klimagipfel einzuladen. Im Ergebnis dessen wurde ein finanziell beträchtlich ausgestattetes Sofortprogramm in Höhe von 1,5 Mrd. Euro zur Unterstützung von Kommunen mit zu hohen Stickstoffbelastungen beschlossen. Als Teil des Sofortprogramms fördert das BMVI u. a. mit der Förderrichtlinie Elektromobilität gezielt Maßnahmen zur Beschaffung von Fahrzeugen einschließlich der hierfür benötigten Ladeinfrastruktur mit insgesamt 265 Mio. Euro. Im Zuge des Sofortprogramms wurden insgesamt rund 12.400 Elektrofahrzeuge und 6.900 zugehörige Ladesäuleneinheiten bewilligt.

Zur Sicherung von Zukunftsinvestitionen im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets startete im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität bereits am 4. August 2020 ein Aufruf, der sich gezielt an Handwerksunternehmen und KMU richtete, die zeitnah ihre Fahrzeugflotte auf batterieelektrische Fahrzeuge umstellen wollen. Für über 100 Antragsteller wurden insgesamt rund 30 Mio. Euro bewilligt. Damit werden fast 2.500 Nutzfahrzeuge (überwiegend der Fahrzeugkategorie N1 und N2) und rund 500 dazugehörige Ladeinfrastrukturen gefördert.

Im Rahmen der Förderrichtlinie werden auch kommunale Elektromobilitätskonzepte gefördert, deren Inhalte von allgemeinen Analysen des Potenzials von Elektromobilität bis hin zu speziellen Konzepten wie zum Beispiel die Ladeinfrastruktur für E-Taxen reichen können.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Richtlinie liegt auf der Förderung von anwendungs-orientierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Forschungseinrichtungen und der Industrie zur Bereitstellung einer leistungsfähigen Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur.

Gut funktionierende Netzwerke sind die Voraussetzung für die Umsetzung und Weiterentwicklung unserer Förderprogramme. Der Strategiekreis „Elektromobilität BMVI“ leistet hier einen wichtigen Beitrag. Er dient dem regelmäßigen Austausch zwischen Bund und Ländern sowie Energie- und Wirtschaftsförderungsagenturen der Länder.

Weitere Informationen zur „Förderrichtlinie Elektromobilität“ findet man unter: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/elektromobilitaet-mit-batterie.html. Die Förderaufrufe und weitergehende Informationen stehen ab sofort auf den Homepages der Programmgesellschaft NOW GmbH und des Projektträgers Jülich zur Verfügung: https://www.now-gmbh.de/foerderung/foerderprogramme/elektromobilitat und https://www.ptj.de/elektromobilitaet-bmvi/invest. Die Anträge kö­nnen bis Ende März g­estellt werden.

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