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Helfende Hände für den Lebensabend

pm. Älter, gebildet und gutverdienend - Senioren verlassen sich immer öfter auf helfende Hände im Haushalt. Aus der hilfreichen Unterstützung für Haus und Garten werden oft „heimliche Helfer“: unangemeldete Haushaltshilfen, die schwarzarbeiten. Doch es gilt: Nur wer anmeldet, ist sicher und kann Steuervorteile nutzen.

Mit zunehmendem Alter gehen die anfallenden Arbeiten in Haus und Garten nicht mehr so einfach von der Hand. Trotzdem gibt es täglich jede Menge zu tun: Einkaufen, Kochen, Putzen oder Unkraut jäten. Viele Senioren wünschen sich Unterstützung im Haushalt und würden gern auf eine Hilfe vertrauen, die sie bei anstrengenden Tätigkeiten entlastet. So können Senioren ihren Lebensabend in vollen Zügen genießen - frei von täglichen Lasten. Doch wer seine Helfer bezahlt, muss sich auch um eine ordentliche Anmeldung kümmern. Diese ist die Basis einer guten Zusammenarbeit und bietet sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlreiche Vorteile.

Anmeldung: Beide Seiten profitieren

Haushaltshilfen können monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Gleichzeitig sind alle Minijobber nach der Anmeldung rentenversicherungspflichtig. Dadurch erwerben sie volle Rentenansprüche und zahlen 13,6 Prozent ihres Gehalts in die Rentenkasse ein. Doch auch ohne Eigenanteil können Haushaltshilfen Senioren unterstützen. Minijobber können sich jederzeit von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Der Pauschalbetrag des Arbeitgebers beträgt fünf Prozent, so dass die Haushaltshilfen auch ohne Einzahlung geminderte Rentenansprüche erwerben. Darüber hinaus ist die Anmeldung eine Entscheidung für mehr Rechte, Sicherheit und Steuervorteile. Durch die Anmeldung werden Arbeitnehmer automatisch bei der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet und genießen umfassenden Schutz bei Arbeitsunfällen. Ebenso sind Arbeitgeber offiziell über die Unfallversicherung vor Ansprüchen bei Unfällen einer Haushaltshilfe geschützt. Zudem kann er jährlich bis zu 20 Prozent der Kosten - maximal 510 Euro im Jahr - steuerlich absetzen. Die Summe der pauschalen Abgaben des Arbeitgebers beträgt maximal 14,74 Prozent des gesamten Arbeitsentgelts.

Im Gegensatz droht jedem Arbeitgeber ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro, wenn die Haushaltshilfe nicht bei der Minijob-Zentrale angemeldet ist. Verdient die Haushaltshilfe bis zu 450 Euro im Monat, ist ihre Anmeldung ein Fall für die Minijob-Zentrale.

Finden statt Suchen: die Haushaltsjob-Börse

Doch wie kommen Haushaltshilfen und private Arbeitgeber zusammen? Auf www.haushaltsjob-boerse.de können sich Arbeitnehmer und -geber ganz einfach anmelden, ihre Anfrage und ihr Angebot mit einem kurzen Anzeigentext sowie einem Foto darstellen. Die Börse ist kostenlos und gilt deutschlandweit.

Einfach und sicher: Das Haushaltsscheck-Verfahren

Die Anmeldung eines Minijobbers im Privathaushalt ist kinderleicht: Einfach online unter minijob-zentrale.de gemeinsam den Haushaltsscheck ausfüllen und an die Minijob-Zentrale senden - oder das Formular ausdrucken, ausfüllen und per Post verschicken. Telefonisch kann der Haushaltsscheck unter 0355 / 290 270 799 angefordert werden.