Bauen und Wohnen

Bauantrag stellen

Bauantrag stellen
Bodenplatte für neues Gebäude. Foto: Busche

lps/Cb. Vor dem Beginn von Baumaßnahmen klären Architekten/innen und andere Planer, ob für den Bau eine Genehmigungspflicht besteht. Das gilt gleichermaßen für Neubau, Umbau, für Anbauten und Modernisierungen. Dann wird ein Bauantrag eingereicht. Neben dem Antrag sind zum Beispiel einzureichen: Baubeschreibung, Lageplan und Bauzeichnung, statische Berechnungen, Be- und Entwässerungsplan, Plan für Kfz-Stellplätze. Die Bauvorlagen müssen vom Bauherrn und dem Architekten bzw. dem Beratenden Ingenieur für Hochbau unterschrieben werden. In einigen Bundesländern ermöglichen sogenannte Freistellungsverordnungen die Durchführung eines vereinfachten Baugenehmigungsverfahrens. Darin soll das zu bebauende Grundstück im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans oder einer entsprechenden Gemeindesatzung liegen. Das Bauvorhaben hat den darin gemachten Vorgaben zu entsprechen und die üblichen Anforderungen der Landesbauordnung zu erfüllen. Entsprechende Nachweise von Architekten, Statikern und Sachverständigen müssen beigebracht werden. Im vereinfachten Verfahren kann der Bauherr sein Bauvorhaben mit den notwendigen Unterlagen bei der zuständigen Baubehörde anzeigen.

Nach Ablauf einer Frist darf mit dem Bau begonnen werden, wenn die Behörde nicht innerhalb der Frist ein vollständiges Genehmigungsverfahren verlangt. Grundsätzlich ist der Baubeginn erst nach Erteilung der Baugenehmigung gestattet. Eine Teilbaugenehmigung ermöglicht den vorzeitigen Beginn für einen Teil der Arbeiten, zum Beispiel für den Bodenaushub. Nach der Fertigstellung des Rohbaus wird die Rohbauabnahme bei der zuständigen Behörde beantragt. Erst nach der Endabnahme (Gebrauchsabnahme) ist die Nutzung des Gebäudes zulässig.


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