Bauen und Wohnen

Beliebtes Eigentumsmodell

Beliebtes Eigentumsmodell
Reihenhäuser kurz nach Fertigstellung. Foto: Busche

lps/Cb. Das aktuell günstige Baugeld, die Immobilie als Altersvorsorge sowie das unabhängige Wohnen sind viele Gründe, die für den Erwerb eines Eigenheims sprechen. Eine besondere Bauform des Eigenheims ist aus verschiedenen Gründen beliebt. Reihenhäuser erfreuten sich in Großbritannien schon viel früher als hier großer Beliebtheit, dort Terraced Houses genannt. Im Rahmen der sogenannten Gartenstadtbewegung gelangten die Ideen auch nach Mitteleuropa. Zunächst waren die meisten deutschen Reihenhaussiedlungen nicht als Wohneigentum gedacht. Erst in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es vermehrt private Reihenhäuser in entsprechenden Siedlungen. Sie wurden auch deshalb beliebt, weil ein eigenes Heim auf einem relativ kleinen Grundstück errichtet werden kann. Meist sind Reihenhausgrundstücke nicht größer als die durchschnittliche Parzelle eines Kleingartens. Reihenhäuser weisen neben geringeren Herstellungskosten, Grunderwerbsteuern und Grundsteuern aufgrund ihrer seitlichen Brandwände auch eine bessere Heizenergiebilanz als freistehende Einfamilienhäuser auf. Heute greift man bei neuen Reihenhäusern gern auf die Modelle des vorindustriellen und industriellen Bürgerhauses auf schmaler Grundfläche zurück. Hausbreiten von höchstens zwölf Metern oder weniger sind üblich. Reihenhäuser werden oft von Bauträgern errichtet. Erwerber können insbesondere den Innenausbau beeinflussen. Entsprechende Architektenleistungen werden im Rahmen der Leistungsbeschreibung und der individuell beauftragten Sonderleistungen erbracht. Bei Reihenendhäusern gibt es einen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze. Mit der Aufteilung in sogenannte Cluster oder Hausgruppen soll eine Auflockerung der Bebauung erreicht werden.


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