Bauen und Wohnen

Gemeinsames Leben unter einem Dach

Symbolbild
Das Leben in einer Wohngemeinschaft kann fordernd und spannend sein. Symbolbild

lps/ML. Die Ruhe der eigenen vier Wände nur für sich zu beanspruchen, ist nicht jedermanns Sache. Viele kennen sie aus der Studienzeit oder allgemein der Zeit, in der die erste Wohnung entfernt vom Elternhaus bezogen wird: Wohngemeinschaften. Immer mehr Menschen wünschen sich, in solch einer Wohngemeinschaft zu leben. Dabei gilt es zwischen der reinen „Zweck-Wohngemeinschaft“ und einer Wohnform, in der mehr als nur der Lebensraum geteilt wird, zu unterscheiden. In einer „Zweck-WG“ geht es meist darum, sich die anfallenden Mietkosten für eine Wohnung oder ein Haus zu teilen und so an bezahlbaren Lebensraum zu kommen. Demgegenüber gibt es Gemeinschaften, oft auch aus dem englischen „Communitys“ bezeichnet, in denen fast alles geteilt wird. Das kann soweit gehen, dass eigener Besitz unerwünscht ist. Doch die wohl häufigste Form ist die Zwischenform zwischen diesen beiden Extremen. Eine Gemeinschaft, in der Wohnraum geteilt und gemeinsame Zeit miteinander verbracht wird, wo jedoch trotzdem noch jeder Bewohner seinem eigenen Lebensrhythmus nachgehen kann. Wer sich nach solch einer „WG“ umschauen möchte, kann bereits bei der Suche einiges beachten, um es später leichter zu haben. So sind die Menschen, welche das Haus oder die Wohnung bereits bewohnen, wohl das wichtigste Kriterium beim Bezug einer Gemeinschaft. Beim ersten Kennenlernen sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um in einem offenen Gespräch gegenseitige Fragen zu beantworten. Gerade hier ist es wichtig, dem Gegenüber nichts vorzumachen, schließlich möchte man eventuell später das tägliche Leben miteinander teilen. Dennoch sollte bei diesem Treffen auch nicht zu kritisch vorgegangen werden. Obwohl der erste Eindruck ohne Frage wichtig ist, zeigen sich kleine und größere Eigenheiten einer Person oft erst später im Zusammenleben. Und auch dann sollte jede der Parteien offen und ehrlich sein: Stellt sich das gemeinsame Bewohnen nach einiger Zeit als zu anstrengend oder unmöglich heraus, heißt es weiterzuziehen. Denn auch wenn diese Wohnform manchmal einiges abverlangt, gibt es viele unterschiedliche Lebensgemeinschaften.


Anzeige