Bauen und Wohnen

Rückbau bei Auszug? Mietvertrag beachten!

Rückbau bei Auszug? Mietvertrag beachten!
Wertverbesserung neue Küche. Foto: AEG

lps/Cb. Mieterinnen und Mieter investieren häufig hohe Beträge in die Verschönerung ihrer Wohnung. Was wird aber aus den Ein- und Umbauten beim Auszug aus der Mietwohnung? Ein Mieter ist dazu berechtigt, die selbst vorgenommenen Einbauten und Einrichtungen wegzunehmen, was der Vermieter grundsätzlich zu dulden hat. Einrichtungen sind beispielsweise Teppichauslegeware, Wandschränke und Hochbetten. Gesetzlich nicht geregelt ist andererseits, was mit den sonstigen Ein- und Umbauten zu geschehen hat, insbesondere mit solchen, die die Substanz des Gebäudes verändert haben. In diesen Fällen ist zunächst zu ermitteln, ob Vereinbarungen zwischen den Parteien über nachträgliche Einbauten existieren und welche Auswirkungen sie haben können. Eine solche Vereinbarung kann zum Beispiel festlegen, ob die Wohnung auch im veränderten Zustand übergeben werden kann, gegebenenfalls unter Zahlung einer Entschädigung, oder ob der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen ist.

Eine Rückbauverpflichtung besteht etwa dann, wenn die Ein- oder Umbauten nicht fachgerecht ausgeführt wurden und entsprechende Mängel vorhanden sind. Fachgerechte bauliche Maßnahmen sind grundsätzlich dann zu beseitigen, wenn sie ohne Genehmigung des Vermieters erfolgten. Ein Beharren des Vermieters auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands kann unzulässig sein, wenn der Rückbau wirtschaftlich unsinnig ist und dem Vermieter keine sonstigen Nachteile entstehen.

Das gilt zum Beispiel für den Einbau einer Dusche, die sich eher wertsteigernd auswirkt oder von anderen genehmigten Badumbauten, Fliesen im Bad oder Parkett in den Wohnräumen. Rechtsanwaltlicher Rat in diesen Fragen spart für beide Parteien vor einer Auseinandersetzung Zeit und Kosten.

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