Berufsausbildung

„Das Thema Steuern ist nicht nur spannend sondern auch abwechslungsreich“

Michaela Bracher und Elena Krenz im Bewerbungsgespräch mit der neuen Auszubildenden ab Herbst, Tanja Altenburg (v.l.n.r.). Foto:
Michaela Bracher und Elena Krenz im Bewerbungsgespräch mit der neuen Auszubildenden ab Herbst, Tanja Altenburg (v.l.n.r.). Foto: Jörg Bächle

TB. Die Steuerkanzlei Anwander & Bracher Steuerberatungsgesellschaft PartGmbB ist eine renommierte Steuerkanzlei im Norden Kirchheims. Das Büro befindet sich in einer Gründervilla und vermittelt beim Betreten der Räume einen charmanten und herrschaftlichen Eindruck. Mit ihren 14 Mitarbeitern zählt Anwander & Bracher zu einer der größeren Steuerkanzleien in Kirchheim/Teck. Als eine der wenigen Steuerbüros in Kirchheim haben sie sich auf internationale Fälle spezialisiert und sind ebenfalls im Ausland, vor allem in Spanien, tätig. Aber auch die Unternehmensnachfolge nimmt einen hohen Stellenwert ein und wird von Michaela Bracher betreut, die den Titel Fachberaterin für Unternehmensnachfolge trägt und die Mandanten bei der Übergabe ihrer Unternehmen an den Nachfolger kompetent begleitet. Durch Elena Krenz ist Anfang des Jahres eine neue Partnerin hinzugekommen, die sich zusätzlich zur Steuerberatung auf den Fachbereich der EDV und Digitalisierung spezialisiert hat. Anwander & Bracher pflegt außerdem eine enge Bürogemeinschaft mit der Fachanwältin für Steuerrecht Antje Krause und hat somit alle relevanten Bereiche und die entsprechende Fachexpertise unter einem Dach vereint, um den Mandanten ein vollumfängliches Beratungsangebot bieten zu können und für jeden Spezialfall gewappnet zu sein. Mithilfe des marktführenden Steuerprogramms DATEV ist Anwander & Bracher ganz vorne bei der Digitalisierung mit dabei und nutzt hierfür die neueste Technik, um den Mandanten einen unkomplizierten und komfortablen Ablauf bieten zu können und die besten Auswertungen zu liefern.

Anwander & Bracher hat bereits mehrere Steuerfachangestellte ausgebildet. Aktuell befinden zwei Steuerfachangestellte im zweiten Lehrjahr in der Ausbildung. Ab Sommer kommt noch eine neue Auszubildende hinzu. Der Steuerkanzlei ist es sehr wichtig, als Ausbildungsbetrieb zu fungieren. Sie geben jungen Menschen damit eine Chance, eine fundierte und zukunftsfähige Ausbildung zu erhalten, die Spaß macht und einen sehr guten Einblick in die Abläufe einer Steuerkanzlei und das spätere Berufsbild als Steuerfachangestellte/r vermittelt.  Denn der Markt an verfügbaren Steuerfachangestellten ist knapp und die Nachfrage der Steuerkanzleien für qualifizierte Mitarbeiter wächst immer weiter. Daher hat sich Anwander & Bracher dazu entschieden, die eigenen Steuerfachangestellten selbst auszubilden. So können sie die späteren Mitarbeiter genau nach ihren Anforderungen und dem Bedarf in der Kanzlei ausbilden. Nach der Ausbildung können die Mitarbeiter/Innen sofort voll mit einsteigen, da sie die Abläufe und Mandanten bereits kennen und vollständig im Team integriert sind. Denn Ziel von Anwander& Bracher ist es immer, die Auszubildenden nach der Ausbildung auch zu übernehmen und ihnen einen sicheren Arbeitsplatz mit allen Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Wir haben uns mit Michaela Bracher und Elena Krenz über die Ausbildung unterhalten:

Frau Bracher: Steuer ist ja ein vermeintlich trockenes Thema?

Michaela Bracher: Diesen Eindruck haben sehr viele Menschen. Dabei ist das Thema Steuern spannend und abwechslungsreich. Man muss immer am Ball bleiben und auf die jeweiligen Situationen der Mandanten reagieren, um für sie das Optimale rauszuholen. Dabei hat man dauernd mit Menschen zu tun, ob Mandanten, deren Mitarbeitern, Banken oder Finanzämter. Außerdem macht es sehr viel Spaß in so einem tollen Team zu arbeiten, da ist immer etwas los und es wird nie langweilig.

Für viele Privatleute ist die Steuererklärung trotz Software oder Elster immer noch etwas, was man eher ungern macht. Warum ist hier ihr Wissen und Know-how zu empfehlen?

Elena Krenz: Als Steuerberater hat man eine fundierte Ausbildung und sehr viel Erfahrung in dem Thema und kann für die Mandanten immer das Beste rausholen. Wenn man etwas nur einmal im Jahr macht, fehlt einem der Überblick und die Routine. Wo muss etwas angesetzt werden und was kann ich überhaupt alles von der Steuer absetzen? Dies macht die Steuererklärung für Privatleute sehr anstrengend und mühsam, da man nur am Suchen ist und immer das Gefühl hat, vielleicht etwas vergessen zu haben. Falls dann noch ein Steuerbescheid vom Finanzamt kommt, der von der eigenen Steuererklärung abweicht, ist man schnell ratlos und weiß nicht, ob der Fehler bei einem selbst oder dem Finanzamt liegt. Der Steuerberater weiß genau, welche Belege für die Steuererklärung benötigt werden und was alles angesetzt werden kann, prüft den Steuerbescheid vom Finanzamt und klärt die Abweichungen direkt mit dem zuständigen Sachbearbeiter, sodass der Mandant damit gar nichts zu tun hat. Bei größeren Fällen, zum Beispiel mit Vermietungseinkünften oder einer Photovoltaikanlage besteht zudem die Gefahr, etwas Relevantes zu vergessen und beim Finanzamt nicht anzugeben, was schnell zu Problemen führen kann.

Was ist der Unterschied ­zwischen dem Steuerberater und dem Finanzbeamten?

Bracher: Als Steuerberater wird man von dem Mandanten mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragt. Man muss alle relevanten Informationen einholen und das Optimum für den Mandanten rausholen. Außerdem klärt ein Steuerberater Sachverhalte und Unklarheiten direkt mit dem Finanzamt.  Seine Aufgabe ist es außerdem, dem Mandanten das Thema Steuern verständlich näherzubringen. Ein Finanzbeamter erhält eine fertige Steuererklärung vom Steuerberater oder von dem Steuerpflichtigen und prüft diese auf Richtigkeit und Plausibilität, aber er erstellt die Steuererklärung nicht aktiv selbst, sondern erlässt nach der Überprüfung der Steuererklärung den Steuerbescheid auf dem erkennbar ist, wie viel Steuern der Mandant tatsächlich zu bezahlen hat.

Sprich der/die zukünftige Steuerfachangestellte muss nicht nur die Materie ­beherrschen, sondern auch gerne mit Menschen - oder Mandanten arbeiten?

Krenz: Ja genau. In dem Beruf ist es sehr wichtig, dass man gerne mit Menschen arbeitet und keine Berührungsängste hat. Durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung wird dieser Aspekt immer wichtiger. Es wird immer mehr in die individuelle Beratung des Mandanten gehen wie zum Beispiel für Investitionsentscheidungen, Prozessoptimierungen und die bedarfsgerechte Beratung, um die Steuerlast zu verringern und als Unternehmen zukunftsfähig zu bleiben.

Wie geht es nach der ­Ausbildung weiter?

Bracher: Als Steuerfach­angestellte/r kann man sich immer weiter spezialisieren und verschiedene Weiterbildungen machen. Wenn einen zum Beispiel das Thema Steuern interessiert kann man die Prüfung zum Steuerfachwirt ablegen, eine Vorstufe des Steuerberaters. Wenn man lieber Buchhaltung und Rechnungswesen macht, kann man aber auch den Bilanzbuchhalter machen und sich hier weiter spezialisieren und Fachwissen erlangen. Das tolle an der Ausbildung ist, dass es so viele Möglichkeiten gibt und man nach genug Berufserfahrung ohne Studium sogar die Prüfung zum Steuerberater machen kann. Es stehen also alle Wege offen.

Wie sieht es später aus mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Krenz: Da wir auf einem Server arbeiten, auf dem alle Programme installiert sind, ist Home-Office heute kein Problem mehr. Man kann sich einfach von zu Hause mit einem Zugang einloggen und hat genau den gleichen Desktop, den eigenen E-Mail-Zugang und die Programme wie im Büro. Dazu benötigt man zu Hause nur einen funktionierenden Rechner und eine stabile Internetverbindung. Auch der Beruf an sich bietet die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten. Ob die Buchhaltungen oder Steuererklärungen nun im Büro oder von zu Hause erstellt werden, macht keinen Unterschied. Nur für die Besprechung mit dem Mandanten muss man in der Kanzlei vor Ort sein. Da Herr Anwander auch im Ausland, vor allem von Spanien aus arbeitet, haben wir hier schon sehr gute Erfahrungen gemacht und auch eine Mandanten- oder Managementbesprechung per Videokonferenz ist für uns keine Besonderheit mehr.

Beruf und Schule?

Bracher: Ich finde es sehr gut, dass die Auszubildenden keinen Blockunterricht haben, sondern ein- bis zweimal in der Woche zur Schule gehen. So bleiben sie immer am Ball und können das Gelernte sofort im Arbeitsalltag umsetzen. In der Schule lernen sie die Grundlagen der Arbeitsprozesse, der Buchhaltung und des Steuerrechts. Da unsere Azubis sofort voll mitarbeiten und in enger Zusammenarbeit mit einer Sachbearbeiterin oder einem Steuerberater selbst tätig werden, können sie die Zusammenhänge zwischen Schule und Beruf sehr gut herstellen und festigen.

Wir danken für diese Informationen.

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