Berufsausbildung

Ferienjobs - worauf Schüler achten sollten

pm. Am 29. Juli beginnen in Baden-Württemberg die Sommerferien. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Zeit zum Jobben. Aber welche Regeln gelten für die Ferienarbeit? Die DGB-Jugend Baden-Württemberg gibt Tipps.

„Auf jeden Fall sollte jede Schülerin und jeder Schüler nur mit einem Vertrag in der Hand einen Ferienjob beginnen. Der muss vorher abgeschlossen werden und ganz klar Aufgaben, Arbeitszeiten und den Lohn regeln. Gefährliche Arbeiten sind für Kinder und Jugendliche generell tabu“, sagt Andre Fricke, der Bezirksjugendsekretär der DGB-Jugend Baden-Württemberg. Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt die genauen Bedingungen für Ferienarbeit. Erlaubt sind leichte Tätigkeiten, zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitung austragen oder Botengänge. Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind für Jugendliche verboten.

Auch bei Arbeitszeiten gibt es klare Regeln. Vom 13. bis einschließlich dem 14. Lebensjahr dürfen Kinder nur mit Zustimmung der Eltern arbeiten - aber nur bis zu zwei, in der Landwirtschaft drei Stunden täglich, und zwar zwischen acht und 18 Uhr. Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen maximal vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Mehr als acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche sind dabei nicht erlaubt. Der Arbeitszeitraum muss zwischen sechs bis 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten für ältere Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, die etwa in Gaststätten bis 22 Uhr und in Mehrschicht-Betrieben bis 23 Uhr arbeiten dürfen.

Wer arbeitet, muss auch Pausen machen. Hier haben unter 18-Jährige bei viereinhalb bis sechs Stunden Arbeit am Tag Anspruch auf mindestens 30 Minuten, bei mehr als sechs Stunden auf 60 Minuten Pause.

Das Mindestlohngesetz gilt auch für Ferienarbeit. Jedoch haben nur Jugendliche ab 18 Jahren den Anspruch auf 9,19 Euro je Stunde. Für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt das Mindestlohngesetz leider nicht. „Beim unterschreiben des Arbeitsvertrages sollte man das ganz besonders im Blick haben, denn auch Ferienjobs müssen fair bezahlt werden“, betont Fricke.

Wenn Arbeitgeber sich nicht an die Gesetze halten, sollte man zusammen mit den Eltern was dagegen tun. Fricke: „Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze sollte niemand tolerieren. In solchen Fällen drohen den Arbeitgebern heftige Geldbußen.“ Bei Verstößen kann man sich an das Gewerbeaufsichtsamt der Stadt oder des Landkreises am Betriebsort wenden.

Weitere Informationen zum Thema Ferienjobs unter jugend.dgb.de/dein-ferienjob.

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