Berufsausbildung

Große Herausforderungen bieten auch große Chancen

Digitaler Wandel: Neue Optionen für Nachwuchskräfte im Bankwesen

Kommunikative Fähigkeiten sind bei angehenden Bankkaufleuten besonders gefragt. Foto: djd/BVR/Getty Images/Zoran Zeremski

djd. Tiefgreifende Veränderungen in Gesellschaft, Technologie und Wirtschaft stellen auch die Bankbranche vor große Herausforderungen. Für Mitarbeitende in der Finanzwirtschaft ergeben sich in Zeiten digitalen Wandels und der Nutzung modernster Medien neue Optionen und Chancen. Die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit untereinander etwa ändern sich permanent. Heute sind flexible und mobile Arbeitsmethoden möglich, Berufs- und Privatleben lassen sich so besser in Einklang bringen. Doch wie können junge Menschen ins Bankwesen einsteigen? Die drei wichtigsten Optionen:

Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann

Wer eine fundierte kaufmännische Ausbildung und anspruchsvolle Tätigkeit sucht sowie gern mit Menschen umgeht, für den ist der Beruf der Bankkauffrau oder des Bankkaufmanns bestens geeignet. Die Ausbildungsordnung wurde grundlegend modernisiert. Selbst wenn sich das Berufsbild gewandelt hat, spielt der persönliche Kontakt zu den Kundinnen und Kunden auch künftig eine entscheidende Rolle. "Angehende Bank-Azubis sollten daher vor allem Kontaktfreude und Kommunikationsstärke mitbringen", rät Dr. Stephan Weingarz, Abteilungsleiter Personalmanagement beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Mit über 135.000 Mitarbeitenden zählen die bundesweit 772 Genossenschaftsbanken zu den größten Arbeitgebern in der deutschen Finanzbranche.

Duales Studium als Alternative

Für Abiturienten, die sowohl ein Studium als auch eine praxisbezogene Ausbildung absolvieren wollen, ist das duale Studium eine interessante Perspektive. Die Studierenden lernen wie bei einer normalen Ausbildung neben der Kundenberatung in der Filiale auch verschiedene zentrale Abteilungen wie die Kreditabteilung, das Marketing oder die Banksteuerung kennen. Parallel absolvieren sie an einer Berufsakademie, dualen Hochschule, Fachhochschule oder Universität etwa ein betriebswirtschaftliches Studium. "Das duale Studium bietet den Vorteil eines unmittelbaren Einblicks in die Praxis – kombiniert mit theoretischem Wissen. Zudem wird wie bei einer Berufsausbildung eine Vergütung gezahlt", so Weingarz. Im Anschluss an das Bachelorstudium kann ein Masterstudiengang folgen.

Quereinstieg

Am Anfang der Tätigkeit in der Bank muss nicht zwingend die klassische Bankausbildung stehen: Die Institute stellen auch Hochschulabsolventen, Berufserfahrene und Quereinsteiger ein. Dezentrale Struktur und flache Hierarchien bieten ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum und Verantwortung. "Dass alle wichtigen Entscheidungen in der Bank vor Ort getroffen werden, ist gerade für angehende Führungskräfte ideal", erläutert der Experte.

Anzeige