Berufsausbildung

Neustart nach der Elternzeit

Die Probleme der Mütter beim beruflichen Wiedereinstieg

Nach der Erziehungszeit meistern vor allem die Mütter die Balance zwischen Familie und Beruf. Symbolbild

lps/Jv. Nach wie vor macht das Muttersein bei allem Glück den beruflichen Lebensweg der Frauen komplizierter. Zwar kehren die Mütter heutzutage schneller ins Berufsleben zurück im Vergleich zu den vergangenen Jahren, dennoch ist die Problematik einer Balance zwischen Beruf und Familie dadurch nicht wesentlich abgemildert. Die Ausfälle aufgrund von den Erkrankungen des Kindes, den Kita-Schließzeiten oder Schulferien gehen in den meisten Haushalten zu Lasten der mütterlichen Berufstätigkeit. Eine große Anzahl der Mütter berichtet von Nachteilen im Job. Nach eigener Aussage bekommen sie weniger verantwortungsvolle Aufgaben zugeteilt, haben geringere Aufstiegschancen und die Gehaltsverhandlungen werden häufiger aufgeschoben. Nicht wenige Mütter arbeiten in Teilzeit, in einem Minijob oder wählen den Weg in die Selbstständigkeit mit kleinem Zuverdienst, damit ausreichend Stunden am Tag für die Zeit mit den Kindern übrigbleiben. Die Konsequenzen der familiären Verantwortung zeigen sich beispielsweise für die Frauen, die geschieden von ihrem Partner sind und fortan alleinerziehend. Sie stemmen überwiegend die erzieherischen Verpflichtungen und haben im Alter hinsichtlich ihrer finanziellen Situation den Nachteil. Inzwischen investieren manche Unternehmen in eine eigene Kindertagesstätte oder flexible Notbetreuung für die Kinder, um den Mitarbeitern die Alltagsorganisation zu erleichtern. Auf eine gute Work-Life-Balance wird ebenfalls mehr Wert gelegt. Die Möglichkeit des Homeoffice kann für die Mütter eine entlastende Arbeitsvariante sein. In der Verwaltung, im Bildungswesen sowie in den Gesundheits- und Sozialberufen soll eine vergleichsweise hohe Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich sein.


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