Berufsausbildung

Praxisorientiert studieren

Eine junge Studentin beim lernen f¿¿r ihr Studium in ihrer Wohnu
Eine junge Studentin beim lernen f¿¿r ihr Studium in ihrer Wohnu

dep. Die Motivation von Studierenden an einer privaten Hochschule ist besonders hoch. Denn diese Studierenden stehen oft bereits im Berufsleben, wollen sich weiterqualifizieren, ihrer Karriere einen Schub geben oder sich für einen neuen Beruf fortbilden. Oder sie schreiben sich an einer privaten Hochschule ein, um einen Bachelor- oder Masterabschluss in einem ganz speziellen, meist sehr praxisbezogenen Studiengang zu erwerben.

In Deutschland gibt es 119 private Hochschulen, davon sind 21 private Universitäten und drei private Kunst- und Musikhochschulen. Die meisten - 95 - sind private Fachhochschulen. Und sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Waren laut Statistischem Bundesamt Mitte der 90er Jahre knapp 16 000 Menschen bei privaten Hochschulen eingeschrieben, waren es im Wintersemester 2018/2019 fast 247 000.

Die privaten Hochschulen punkten mit einigen Vorteilen. Das Studium ist meistens sehr anwendungsnah und praxisorientiert. Die Studiengänge richten sich häufig an den Bedürfnissen der Wirtschaft aus. Oft gibt es auch Kooperationen mit Unternehmen. Die Dozenten kommen oft aus der Praxis oder arbeiten sogar in dem Bereich, den sie lehren. Das erleichtert auch den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern. Als weiteren Pluspunkt heben private Hochschulen das gute und oft individuelle Betreuungsverhältnis hervor. Es wird in kleinen Seminaren und Lerngruppen gelernt und so haben Studierende intensiven Kontakt mit den Dozenten. Außerdem verfügen private Hochschulen meistens über eine moderne Ausstattung. Und ganz wichtig ist die Studienform. Attraktiv ist das Studium an einer privaten Hochschule für Berufstätige, die sich neben dem Beruf weiterbilden möchten. Berufsbegleitend oder in Teilzeit studieren ist an vielen privaten Hochschulen selbstverständlich. Präsenzzeiten liegen oft am Wochenende, oder es wird ein Fernstudium angeboten. Das Online-Studium wurde schon vor Corona-Zeiten an privaten Hochschulen vorangetrieben. Das Studium durchstrukturiert und die Quote der Abbrecher gering.

Die Schwerpunkte bei den Studienangeboten liegen bei betriebswirtschaftlichen und Management-Studiengängen, aber auch Technik, Kommunikation und IT. Private Hochschulen reagieren mit ihrem Angebot auf Trends auf dem Arbeitsmarkt, zum Beispiel im Bereich Wirtschaftspsychologie oder bei Berufen in der Gesundheitsbranche, wo die Akademisierung voranschreitet.

Das Studium an einer privaten Hochschule kostet nicht unerhebliche Gebühren. In manchen Fällen beteiligt sich der Arbeitgeber oder übernimmt gar die Kosten. Es gibt aber auch Finanzierungsmodelle, etwa einen Studienkredit oder sogenannte nachlaufende Studiengebühren, die erst bezahlt werden, wenn der Absolvent ein entsprechendes Einkommen hat.

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