Berufsausbildung

Tipp kam vom Bruder

Tipp kam vom Bruder
„Für mich ist ein Probearbeitstag in den Kanzleien hilfreich, auch um die Kollegen kennen zu lernen,“ so Julia Braun. Foto: Jörg Bächle

TB. Julia Braun tanzt für ihr Leben gern Jazz, Hip Hop und Akrobatik bei der New Generation Dance Company. Die Tanzformation des TSV Gruibingen nimmt gerade an der „World Gymnaestrada“ im österreichischen Dornbirn teil.

Erst Abitur

Nach dem Realschulabschluss hat sich die heute 20-Jährige aus Gruibingen entschieden, ihr Abitur auf dem Wirtschaftsgymnasium in Göppingen zu absolvieren. „Ein Grund dafür war, dass ich mich nach der Realschule mit 15 Jahren noch nicht bereit gefühlt habe, eine Ausbildung zu machen“, so Braun. „Rückblickend war dies für mich der richtige Weg, da ich mir damit auch die Möglichkeit eines Studiums offen halten konnte.“

Tipp kam vom Bruder

„Aufgrund meines Besuchs des Wirtschaftsgymnasiums wusste ich, dass mein Beruf in den betriebswirtschaftlichen Zweig gehen sollte. Mein Bruder hat mir hierbei einige Berufe vorgeschlagen und meinte, dass die Ausbildung zur Steuerfachangestellten gut zu mir passen würde. Daraufhin habe ich mich hierfür beworben.“

Verantwortungsvolles Arbeiten

Jetzt kann sie bereits ein erstes Fazit in der Ausbildung ziehen: „Mir war bewusst, dass dieser Ausbildungsberuf nicht unbedingt zu den einfachsten Ausbildungen gehört. Allerdings habe ich nicht mit so viel Verantwortung ab dem ersten Tag gerechnet. Da man mich aber als verantwortungsbewusst und kollegial beschreibt bin ich damit im Lauf der Zeit gut zurechtgekommen.“ Zugute kommt ihr sicherlich, dass sie auch im Sportverein bereits Verantwortung übernimmt: da ist sie stellvertretende Abteilungsleiterin. Zurück zu ihrer Ausbildung bei Anwander & Bracher: „Zu meinen Aufgaben gehört die Bearbeitung von Buchhaltungen, die Erstellung von Lohnabrechnungen sowie die Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen. Ab dem dritten Lehrjahr gehört auch die Erstellung von Abschlüssen dazu“, bilanziert Julia Braun. Am meisten Spaß mache ihr hierbei die Abwechslung und die Tatsache, dass man es sich selbst einteilen könne, was man wann mache.

Tipps für Interessenten

Ihr Ziel ist klar definiert: „Zunächst möchte ich meine Ausbildung gut abschließen. Da es viele Möglichkeiten für eine Weiterbildung gibt, muss ich für mich selbst noch Erfahrungen gewinnen, um zu sehen, was mir am meisten Spaß macht und was mir liegt“, so die Auszubildende. Und sie hat noch Tipps für Interessenten parat: „Auch wenn man oft liest, dass gute Mathekenntnisse eine Voraussetzung für diesen Beruf sind, so ist dies nicht der Fall. Ebenso war für mich ein Probearbeitstag in den Kanzleien hilfreich, nicht nur um einen ersten Einblick in den Aufgabenbereich zu erhalten, sondern auch um die Kollegen kennenzulernen.“ Ganz wichtig: „Ich habe mich für die Kanzlei entscheiden, in der ich mich wohl gefühlt habe und ich mich auf Anhieb gut mit den künftigen Kollegen verstanden habe.“