Berufsausbildung

Vielfältige Produkte erfordern vielseitige Fachkräfte

Kayra Cetinkaya
Kayra Cetinkaya Foto: Dietz-motoren

Dietz-motoren ist eines der mittelständischen Unternehmen im Raum Stuttgart, welches stark auf die gewerbliche Ausbildung und die Förderung genau dieser Fachkräfte setzt. Mit fast 300 Mitarbeitern, über 130.000 verkauften Produkten pro Jahr sowie mehreren Standorten in und um Dettingen u. Teck ist der traditionelle Elektromotoren- sowie Ventilatorenhersteller sehr breit aufgestellt. Diese Vielfalt an Produkten sowie Sonderlösungen wird nur durch genauso vielseitige Mitarbeiter möglich. Viele der langjährigen Dietz-motoren Mitarbeiter haben Ihre Karriere in den hauseigenen Lehrwerkstätten begonnen. Gerade deswegen ist eine Ausbildung bei Dietz-motoren der perfekte Weg, um in seinem Wunschberuf voll durch zu starten.

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Interview mit Justin Hass und Kayra Cetinkaya ­Ausbildungsberuf: Zerspanungs­mechaniker

JUSTIN HASS hat seine ­Lehrzeit im Januar ­beendet und arbeitet nun in ­seinem Lehrberuf weiterhin im ­Lehrbetrieb.

Wie fassen sie ihre Ausbildungszeit bei Dietz-Motoren in Dettingen zusammen?

Justin Hass: Die Lehrzeit verging wie im Flug. Man fängt an, arbeitet sich langsam ein und lernt jede Maschine kennen Am Anfang klingen drei Jahre Ausbildung noch viel, aber die Lehrzeit ging schnell rum.

Welche Maschinen haben sie im Lauf der Ausbildung kennen gelernt?

Hass: Es begann mit konventionellen Maschinen, so zum Beispiel beim Drehen und Fräsen. Später kamen die topmodernen CNC-Maschinen dazu. Ich lernte aber auch das Bohren, Schleifen und Sägen.

Wie kommt man auf den Lehrberuf Zerspanungs­mechaniker?

Hass: Ich habe vor der Ausbildung die mittlere Reife mit Fachrichtung Metalltechnik absolviert und mich dabei mit Fräsen und Drehen beschäftigt.

Der Beruf des Zerspanungsmechanikers bot mir nach erstem Augenschein am meisten Möglichkeiten, handwerklich tätig zu sein. Hier konnte ich alles sehen und ausprobieren.

Was war die spannendste Aufgabe in der Ausbildung?

Das CNC-Fräsen hat mich am meisten interessiert. Hauptsächlich das Programmieren ist eine Herausforderung. Und: Es ist großartig, was man im Fräsverfahren alles herstellen kann.

Was gefiel während der Lehrzeit nicht so gut?

Das Putzen, jeweils am Freitag nach der Mittagspause. Da mussten die Maschinen, der Gang und die Garderoben gereinigt werden.

Das ist zwar jeweils die Aufgabe der Auszubildenden, aber es gehört halt dazu.

Wie fühlen Sie sich derzeit im Lehrbetrieb?

Sehr gut. Wir haben eine großartige Teamarbeit. Ich habe mich mit allen gut verstanden. Die Gesellen helfen einem ebenfalls, wenn der Meister mal nicht da ist. Und dies nicht nur bei den verschiedenen Bearbeitungsverfahren.

An was erinnern Sie sich gerne zurück?

Wir haben während der Ausbildung viele schöne Ausflüge gemacht, zum Beispiel auch in den Europapark. Zweimal im Jahr spendierte der Lehrbetrieb ein Lehrlingsessen. Ab der Mitte der Ausbildungszeit konnte ich verschiedene Fortbildungen bei externen Firmen genießen.

Wie geht es jetzt nach der Ausbildung weiter?

Ich sammle nun erstmal weitere Berufserfahrung im Betrieb. In ein paar Jahren will ich den Meister machen und dazu den Ausbildungsschein.

KAYRA CETINKAY begann seine Ausbildung als Zer­spanungsmechaniker im September des letzten ­Jahres.

Vor knapp einem halben Jahr haben Sie ihre Ausbildung bei Dietz-motoren in Dettingen begonnen. Wie ist ihr erster Eindruck von der Lehrzeit?

Kayra Cetinkaya: Ich habe bisher alles positiv aufgenommen. Einige Sachen waren sogar interessanter, als ich erwartet hätte. Aber bisher ist die Ausbildung meinen Erwartungen gerecht geworden.

Wie war der Übergang von der Schulbank zur Werkbank?

Cetinkaya: Bei mir war es fast fließend, da ich schon immer zwischendurch in einem Industriebetrieb gearbeitet habe. Am Anfang der Ausbildung hatten wir viel Theorie, also wieder Unterrichtsstunden. In der Schule gabs halt den Klassenlehrer, der für einen da war, jetzt sind es der Meister und die Gesellen.

Wie finden Sie es, dass am Anfang der Ausbildung ­gefeilt werden muss?

Cetinkaya: Das Feilen gehört einfach dazu. So lernt man die ersten Grundlagen, wenn man mit Metall arbeitet. Ich finde es in Ordnung, weil man dadurch das Handgeschick verbessern kann und vor allem kann man seine Ausdauer testen und optimieren. Man muss eben dranbleiben.

Was macht Ihnen bis jetzt am meisten Spaß in Ihrer Berufsausbildung?

Es gibt viele Tätigkeiten, die mir Spaß machen. Ich putze zum Beispiel auch gerne. Das gehört einfach dazu und ich weiß am Montag bei Arbeitsbeginn, wo ich am Freitag vor dem ­Wochenende meine Sachen aufgeräumt habe.

Was braucht es, um Zerspanungsmechaniker zu werden?

Dieser Beruf macht zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied. Man muss lernwillig und zielstrebig sein. Wer sich für die Metallbearbeitung interessiert, kann sich im Beruf des Zerspanungsmechanikers praktisch alles beibringen.

Wie ist ihr Verhältnis zu den Mitarbeitern im Lehrbetrieb?

Wir haben eine gute und angenehme Stimmung. Ich konnte sogar schon Freundschaften während der noch recht jungen Zeit im Betrieb bilden.

Wenn man sich gut versteht, freut man sich auf die Arbeit und dann macht es Spaß.

Also war es für Sie die richtige Entscheidung?

Ja, das war es. Ich fühle mich in der Industrie und in einer Werkshalle wohler, als irgendwo in einem Büro oder mit Kundenkontakt. Denn: Wenn ich mal schlechte Laune haben, kann ich trotzdem in Ruhe meine Arbeit weiter erledigen. Da verfliegt die Unlust dann ganz schnell.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach der Ausbildung?

Ich will erstmal - am Liebsten im Lehrbetrieb - weiter machen. Mein größter Wunsch ist es, Techniker zu werden und wenn es klappt, Maschinenbau zu studieren. Für mich ist diese Ausbildung ein Sprungbrett für die persönliche Weiterbildung. Viele Leute denken immer, wenn man in der Ausbildung ist, ist fertig mit Lernen. Aber das stimmt nicht: Man lernt nie aus.

Justin Hass
Justin Hass Foto: Thomas Krytzner