Einbruch und Sicherheit

Den Einbrechern das Leben schwer machen

Den Einbrechern das Leben schwer machen
Ein Massivriegel an einem Türgetriebe mit Größenvergleich. Foto: Bauausstattung Pflüger

pm. Nicht nur in der dunklen Jahreszeit, auch in der Urlaubszeit haben Langfinger Hochkonjunktur. Bauausstattung Pflüger aus Weilheim, die sich auf das Thema Einbruchschutz spezialisiert hat, gibt Tipps: Schon bei den Lichtschächten können die normalerweise abnehmbaren Abdeckungen mit Sicherungen versehen werden. Diese sind entweder fest verdübelt oder können auch mit Zulassung für Fluchtwege als leicht zu öffnende Variante verbaut werden. Es kann dann, von unten ohne Werkzeug, die Sicherung gelöst werden, um eventuell den Ölhahn oder Brennholz durch den Schacht zu liefern.

Haustüren und Nebeneingangstüren können mit Sicherheitsschlössern so nachgerüstet werden, dass ein Überwinden fast unmöglich wird. Hier hat der Fachmann und Glasermeister schon oft bemerkt, dass zwar tolle Sicherheitsschlösser verbaut wurden aber die Schließbleche im Rahmen mehr als dürftig befestigt sind - was bei Holzhaustüren älterer Bauart eher die Regel als die Ausnahme sei. Seine Erfahrung: „Es werden hier gerne neue Zylinder nachgerüstet und Abdeckrosetten mit Kernzieh- und Aufbohrschutz eingesetzt, und im Rahmen verbleibt das alte Schließblech, das dann meist nur mit vier oder fünf kleinen Holzschrauben befestigt bleibt“, so Uli Pflüger. Sinnvoller sei es, auch hier auf durchgängige Mehrfachverrieglungen umzurüsten. Diese Getriebe verfügen über mehrere Ausschlüsse und im Rahmen entsprechend eingefräste Schließbleche, was das Überwinden deutlich schwerer mach.

Terrassen- und Balkontüren werden von ungebetenen Gästen zum Eintritt in Wohnungen und Häuser bevorzugt. Das liege daran, dass diese oft auf der Gebäuderückseite liegen und schlecht einsehbar sind, weshalb hier der Einbrecher leichtes Spiel hat. Übliche Fensterbeschläge bieten auch geschlossen wenig Widerstand. Die Fensterprofile lassen sich bei älteren Schließzapfen nur mit glattem Schaft mit geeignetem Werkzeug leicht um die wenigen Millimeter verbiegen, sodass die Tür oder auch ein Fenster schnell aufspringt. „Hier muss der Beschlag im Flügel umgerüstet werden, auf Ausführungen mit Pilzkopf. Im Rahmen kommen dann entsprechend geformte Schließplatten und zusätzliche Schließplatten dazu“, rät Pflüger. Das Glas müsse in den meisten Fällen nicht nachgerüstet werden. Denn Scheiben werden seltenst eingeworfen. Das mache zu viele Lärm und das Verletzungsrisiko sei zu hoch. Die meisten Einbruchsversuche dauern maximal zwei Minuten. „Und sich vor diesen Gesellen zu schützen, ist mit den hier beschriebenen Maßnahmen leicht möglich“, so Glasermeister Uli Pflüger. Weitere Infos unter https://bau-pflueger.de.

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