Ergo- und Physiotherapie

Die manuelle Therapie

Symbolbild
Durch gezielte Dehnungsübungen können Verspannungen und Schmerzen gelindert werden. Symbolbild

lps/Bi. Die Frage, ob eine manuelle Therapie mit einer herkömmlichen Massage vergleichbar ist, lässt sich deutlich mit einem „Nein“ beantworten. Tatsächlich handelt es sich bei der manuellen Therapie um eine Form der physiotherapeutischen Behandlung, bei der Funktionsstörungen des Bewegungsapparates von Muskeln und Gelenken untersucht und behandelt werden. Grundlage dafür sind spezielle Handgriff- und Mobilisationstechniken, bei denen Schmerzen gelindert und Bewegungsstörungen ­beseitigt werden. Die Physiotherapeuten werden dafür zusätzlich speziell ausgebildet und untersuchen die verschiedenen Gelenkmechaniken, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegungen. Die Behandlung bedient sich passiver Techniken und aktiver Übungen. Zu den beweglichkeitsfördernden Maßnahmen der mobilisierenden Art gehören unter anderem langsam durchgeführte Dehnungsbewegungen, welche der Therapeut gezielt führt und anleitet. Blockierte oder eingeschränkte Gelenke können so erneut mobilisiert werden, zudem können durch individuelle Übungen instabile Gelenke wieder stabilisiert werden, was beispielsweise einer erneuten Verletzungsgefahr vorbeugt.

Wichtig ist zu beachten, dass ausschließlich speziell dafür weitergebildete Physiotherapeuten eine manuelle Therapie durchführen dürfen. Eine unsachgemäße Behandlung, beispielsweise im Bereich der Halswirbelsäule, kann ansonsten zu schweren Schädigungen führen.


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