Ergo- und Physiotherapie

Ist der Körper im Gleichgewicht?

Blockaden lösenFoto: Bad Wörishofen
Blockaden lösenFoto: Bad Wörishofen

lps/Cb. Vor mehr als 125 Jahren begründete der US-amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still die Osteopathie. Das Wort erklärt sich aus dem Griechischen (osteon - Knochen und pathos - Leiden). Osteopathie ist eine Heilkunde, die den Menschen als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele sieht. Alle Zellen, Gewebe und Organe haben Wechselbeziehungen zueinander. Störungen einzelner Gewebeteile wirken sich auf die Funktionen naher oder weiter entfernter Gewebegebiete aus. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen aus osteopathischer Sicht zunächst Gewebespannungen, dann Funktionsstörungen und Erkrankungen. Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte. Die Osteopathie ist bestrebt, diese Selbstheilungskräfte anzuregen und den Gesamtorganismus wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Osteopathen untersuchen das Gewebe des ganzen Körpers, um Bewegungseinschränkungen festzustellen und somatische Fehlfunktionen zu beheben. Die Osteopathie gilt heute als eine die Schulmedizin sinnvoll ergänzende Therapie. Deshalb arbeiten immer mehr Fachärzte mit Osteopathen zusammen. Röntgenbilder, Laborwerte und andere Befunde helfen Osteopathen, ihre eigenen Möglichkeiten besser einzuschätzen. Nach ausführlicher Befragung, Sicht- und Tastbefund sowie weiteren manuellen Tests wird der Therapeut oder die Therapeutin versuchen, bestehende Blockaden des Bewegungsapparates, der Organe und im kraniosakralen System (Schädel und Kreuzbein) mit manuellen Techniken zu lösen.

Im Regelfall stellen sich schon nach wenigen Behandlungen positive Veränderungen ein. Bei einigen Patienten ist eine osteopathische Behandlung jedoch nicht sinnvoll. Auch unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten. Um dies zu vermeiden, ist die Befunderhebung wichtig. Eine osteopathische Behandlung behandelt immer den Patienten in seiner Gesamtheit.


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