Ergo- und Physiotherapie

Praktika während der Physiotherapieausbildung

Wertvolle Erfahrungen und Kenntnisvertiefung

Für die praktischen Ausbildungsabschnitte arbeiten die Schüler in Krankenhäusern. Foto: Pexels

lps/AM. Grundsätzlich gilt die dreijährige Physiotherapieausbildung als schulische Ausbildung. Diese medizinisch anspruchsvolle Lehre ist mit monatlichen Schulgebühren verbunden und sehr lernintensiv. Über praktische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden hinaus muss man sich auf das Lernen der menschlichen Anatomie und Physiologie vorbereiten.

Diese Ausbildung gliedert sich in sechs Semester. Das erste Semester ist rein theoretischer Natur, um die Basis zu erlernen und zu verinnerlichen. Nach den bestandenen Erstsemesterprüfungen beginnt das zweite Semester und der damit verbundene erste Praxiseinsatz. Während der gesamten Ausbildung durchläuft man insgesamt acht Praktika, die in der Regel sechs Wochen dauern. Hierbei sind folgende medizinische Fachrichtungen bzw. krankenhausinterne Stationen vorgesehen: Orthopädie, Chirurgie, Gynäkologie und Urologie, innere Medizin, Kardiologie, Neurologie sowie Pädiatrie (Kinderheilkunde) und Geriatrie (Altersheilkunde). Während der Praktika muss man sich darauf einstellen, reale Patienten zu behandeln. Man erhält die Patientenakte, erstellt daraufhin einen Behandlungsplan und führt diesen durch. Grundsätzlich wird man während der Praktika einmal wöchentlich von einem vertrauten Lehrer besucht, um offene Fragen zu klären oder Anliegen besprechen zu können. Die Reihenfolge der Einsätze ist flexibel, da die Schüler die Praktika gleichzeitig absolvieren. 

Weil der Beruf des Physiotherapeuten sehr körperintensiv ist, sind die Praxiseinsätze für die Festigung der Kenntnisse äußerst wichtig und wertvoll. Darüber hinaus sind fundiertes Wissen und die verantwortungsvolle Umsetzung von großer Bedeutung. Schließlich behandelt man täglich erkrankte Menschen. Besonders durch die Praktika geht man gestärkt und motiviert aus dieser Ausbildung hervor.

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