Garten im Herbst

Die wunderbare Blütenvielfalt der Kalanchoë

Die wunderbare Blütenvielfalt der Kalanchoë
Kalanchoë gibt es heute mit den unterschiedlichsten Blütenformen. Gefüllte Exemplare erinnern mit ihrer Vielzahl an Blütenblättern an winzige Röschen. Foto: GPP

GPP. Mit der Blütenpracht in den Gärten, auf den Balkonen und in der Natur ist es nun erst einmal vorbei. Und auch die meisten blühenden Zimmerpflanzen legen eine Ruheperiode ein. Dennoch müssen wir auf die Schönheit bunter Knospen nicht ganz verzichten. Denn mit einigen Gewächsen lassen sich auch in der kalten Jahreszeit zuverlässig lebendige Farbakzente in die Wohnung bringen - beispielsweise mit der ­Kalanchoë.

Kalanchoë sind ursprünglich in den tropischen Gebieten Afrikas und Asiens beheimatet. Es gibt hunderte verschiedene Arten. Die bekannteste Vertreterin der Gattung ist die Kalanchoë blossfeldiana. Ihr wissenschaftlicher Name verweist auf den ­deutschen Botaniker Robert Blossfeld, der die Art in den 1930er-Jahren nach Europa brachte und hier als Zimmerpflanze populär machte. Da die Blüten der Urform und der ersten gezüchteten Sorten ausschließlich feurig rot waren, wurden sie in Deutschland auch „Flammendes ­Käthchen“ genannt.

Dank zahlreicher europäischer Gärtner und ihrer Züchtungserfolge gibt es die Kalanchoë blossfeldiana heute in den unterschiedlichsten Farbnuancen. Von Violett über Rosa und Pink bis hin zu Orange, Apricot, Gelb und Weiß reicht die Palette. Sogar Sorten, die mehrfarbig blühen, sind mittlerweile erhältlich. Auch bei der Blütengröße und -form hat sich einiges getan. So findet man neben den einfachen Sorten, deren Blüten an Sterne erinnern, auch gefüllte Exemplare, die mit ihrer Vielzahl an Blütenblättern wie winzige Röschen aussehen. Dicht an dicht erscheinen die kleinen Knospen an den kompakten Dolden und bilden einen schönen Kontrast zu den dunkelgrünen, fleischigen Blättern. In ihnen können die Pflanzen übrigens Wasser speichern und müssen daher nur wenig gegossen werden. Erst, wenn die Erde gut abgetrocknet ist, sollte erneut zur Gießkanne gegriffen werden. Für mindestens zehn Wochen kann man sich über die bunte Blütenpracht freuen.

Als kompakt wachsende Pflanze erreichen Kalanchoë eine Höhe von 15 bis 30 Zentimetern. Einige neue Züchtungen können aber durchaus größer werden. Und auch im sonstigen Aussehen unterscheiden sich diese deutlich. So wird die Sorte ‘Lucky Bells‘ fast 50 Zentimeter hoch und schmückt sich mit für Kalanchoë sehr untypischen Blüten: Sie haben die Form von kleinen Glöckchen. Noch etwas exotischer kommt die ‘Magic Bells‘ daher. An den Enden ihrer langen Blütenstiele zeigen sich hellgrüne, lampionartige Blütentrauben, aus denen sich nach und nach auch glockenförmige Blüten entwickeln.

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