Gesundheit

Heilende Wärme

Zielführende Therapie

Wannenbad und Moorpackung. Foto: Hotel Neptun

lps/Cb. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die Heilkraft der Wärme. Schon die Römer ließen an vielen Orten Thermen errichten. Noch heute strömen Besucher nicht nur im Winter, sondern auch in den anderen Jahreszeiten in die heißen Bäder. Im warmen Wasser sollen sich die Muskeln lockern und Verspannungen lösen.

Die Anwendung von Wärme hat noch zahlreiche andere therapeutische Effekte auf den Körper. Sie steigert die Durchblutung, macht Bindegewebe / Faszien dehnfähiger und damit mobiler, wirkt schmerzlindernd, kann chronische Entzündungen beeinflussen und das Immunsystem anregen. Hauptanwendungsgebiete für Wärme sind Erkrankungen des Bewegungsapparates. Dazu gehören Verspannungen und Schmerzen im Nacken, Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden durch degenerative Veränderungen. Wegen Fehlbelastungen der Gelenke und der Wirbelsäule kann sich die Muskulatur verhärten. So entstehen schmerzhafte Verspannungen und Durchblutungsprobleme.

Bäder werden auch im Rahmen von physikalisch-medizinischen Behandlungen eingesetzt, häufig mit wohltuenden und duftenden Zusätzen. Die Badetemperatur sollte zwischen 36 und 40 Grad liegen. 20 Minuten sind genug. Für eine Wärmebehandlung eignen sich auch Packungen, Wickel und Auflagen.

In der Physiotherapie gilt auch die „heiße Rolle“ als Mittel, um die Muskulatur auf sanfte Weise zu lockern. Dabei wird ein trichterförmig gerolltes und mit heißem Wasser getränktes Handtuch zur Massage verwendet. Packungen mit Fango oder Moor bieten sich neben der Anwendung in der Praxis auch für den Hausgebrauch an.

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