Golf Trendsportart

Wettbewerb auf Augenhöhe

Wettbewerb auf Augenhöhe
Das Ziel im Blick. Foto: rgz/thx

lps/djd. Das Handicap im Golf ist ein Wert, welcher die ungefähre Spielstärke eines Teilnehmers beschreibt. Vereinfacht ausgedrückt errechnet sich das Handicap aus der Differenz der Schläge, die der jeweilige Spieler benötigt, zum sogenannten Par, also dem Platzstandard des Platzes. Platzstandard heißt, dass es für jede der 18 Bahnen einer vollen Golfrunde einen Richtwert für die benötigte Schlagzahl gibt.

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Je nach Länge der Bahnen sind meist drei, vier oder fünf Schläge als Sollzahl vorgegeben, mit denen ein sehr guter Spieler die Bahn abschließen kann. In der Regel hat eine Golfrunde ein Par von 72, pro Loch werden also durchschnittlich vier Schläge benötigt.

Hätte ein Spieler seine letzten Runden durchschnittlich mit 90 Schlägen gespielt, so wäre sein Handicap also -18. Das Handicap wird üblicherweise vom Heimatclub des Spielers geführt. Dank verschieden hoher Handicaps ist ein spannender Wettbewerb auch zwischen Golfern unterschiedlicher Spielstärke möglich. Aus dem Handicap wird vor einem Wettbewerb noch die Spielvorgabe errechnet: Sie berücksichtigt zusätzlich noch die Schwierigkeit des zu spielenden Platzes.

Wenn das Resultat eines Turniers ohne Berücksichtigung von Handicaps gewertet wird, spricht man von einer Bruttowertung, wenn das Handicap eingerechnet wird, von einer Nettowertung.

In den meisten Turnieren für Amateure werden Brutto- und Nettogewinner ermittelt. Die sogenannte Platzreife hat man in Deutschland mit einem Handicap von -54 erreicht, damit startet ein Spieler seine Laufbahn, sie kann nicht unterschritten werden. Sein Handicap kann ein Golfer bei offiziellen Turnieren, aber auch mit privaten Runden - den sogenannten Extra-Day-Score-Runden - verbessern, diese müssen allerdings beim Clubsekretariat angemeldet werden.