Heilberufe

Chronische Schmerzen im Rücken

Behandlungsmöglichkeiten

Stimulation der Rückenmuskulatur. Foto: El Mouradi

lps/Cb. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten, und das ist kein Zufall. Berufsbedingtes Sitzen, Stehen, Bücken und Heben von Lasten, sich wiederholende und meist falsche Bewegungsabläufe belasten oft die Wirbelsäule. Bundesweit leiden über 40 Millionen Menschen an mehr oder minder akuten Rückenschmerzen.

Für viele ist der Griff zum Schmerzmittel normal gewor-

den, zumindest werden häufig Schmerzsalben verwendet, die auch Nebenwirkungen haben können. Mechanische Fehlbelastungen führen zu Muskelverspannungen, Verhärtungen und Störungen der Durchblutung, die weitere Schmerzfaktoren nach sich ziehen. Die Manuelle Therapie beschäftigt sich mit der Behandlung von rückbildungsfähigen (reversiblen) Funktionsstörungen der Arme und Beine und der Wirbelgelenke. Durch die Erhebung der Anamnese (Krankengeschichte) und durch den besonderen manualtherapeutischen Untersuchungsbefund kann das Störfeld bestimmt werden. Die Behandlung selbst erfolgt am Gelenk über passiv geführte dreidimensionale Bewegungen, die der Patient selbst nicht ausführen kann. Physiotherapeuten bewirken die Mobilisation am Gelenk durch Traktion und translatorisches Gleiten, an Nerven über Mobilisationstechniken des die Nerven umgebenden Gewebes, an der Muskulatur über funktionelle Weichteiltechniken mit Längs- und Querdehnung, durch Arbeit am Band- und Sehnenapparat, Triggerpunkt-Behandlung. Triggerpunkte sind Reizpunkte, deren Berührung lokal und auch an entfernter Stelle Schmerzen auslöst, zum Beispiel bei rheumatischen Schmerzsyndromen. Die Stimulation der Muskulatur und der Haut ist wichtig für einen Behandlungserfolg.

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