Heilberufe

Heilpraktiker

Nicht selten wird Kritik am Beruf des Heilpraktikers ausgeübt, da keine medizinische Grundausbildung vorausgesetzt wird. Symbolb
Nicht selten wird Kritik am Beruf des Heilpraktikers ausgeübt, da keine medizinische Grundausbildung vorausgesetzt wird. Symbolbild

lps/Jm. Das Berufsbild des Heilpraktikers ist umstritten und muss nicht selten starke Kritik einstecken. Der Grund dafür ist die fehlende medizinische Ausbildung. Um den Beruf des Heilpraktikers ausüben zu können, wird weder eine medizinische Berufsausbildung noch ein Studium in diesem Bereich vorausgesetzt.

Es gibt zahlreiche verschiedene Heilpraktikerschulen, die sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert haben. Von einer medizinisch-konservativen bis zu einer esoterisch geprägten Lehre ist fast alles möglich. Nicht nur die Inhalte der Schulen sind verschieden, auch die Dauer der Lehre ist nicht einheitlich. So ist beispielsweise die Dauer von der jeweiligen Heilpraktikerschule abhängig und kann beispielsweise zehn Monate oder drei Jahre betragen.

Die Erlaubnis, dass man als Heilpraktiker tätig sein kann, wird vom örtlichen Gesundheitsamt nach Bestehen eines Tests erteilt. Das Heilpraktikergesetz bestimmt, welche Krankheitsbilder behandelt werden dürfen und welche nicht.

Die Behandlung von Infektionskrankheiten, die Durchführung einer Geburtshilfe und das Röntgen sind generell verboten. Darüber hinaus gibt es einen großen Spielraum für Heilpraktiker, da sie eine Therapiefreiheit haben. Das bedeutet, ihnen ist freigestellt, welche Behandlungsmethode sie bei wem durchführen möchten.

Von Seiten der Heilpraktikerverbände wird bereits seit Jahren eine einheitliche Regelung für den Beruf des Heilpraktikers gefordert, was von der Politik jedoch nicht ermöglicht wird. CDU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, „das Spektrum der heilpraktischen Behandlung“ nachhaltig zu überprüfen. Die Ergebnisse, die zum Jahresende 2019 vorliegen sollten, stehen jedoch aktuell noch aus.

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