Heilberufe

Leistungen von Heilpraktikern

Kosten und Erstattungen

Kryotherapie. Foto: Bad Füssing

lps/Cb. Im Rahmen ihrer Tätigkeit schließen Heilpraktiker/innen mit dem oder der Behandelten einen Dienstvertrag. Gemäß Paragraph 611 BGB können Dienste jeder Art Gegenstand des Dienstvertrages sein. Hier geht es um Heilung oder Linderung einer Krankheit bzw. um die Steigerung des Wohlbefindens. „Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.“

Zur Höhe der Vergütung bestimmt Paragraph 612 (2) BGB: „Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung [...] als vereinbart anzusehen.“ Nach Paragraph 630a BGB kann die Höhe der Vergütung zwischen Heilpraktiker und Patienten frei vereinbart werden. Anhaltswerte gibt das von den Heilpraktikerverbänden herausgegebene Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) vor. Der Stand ist allerdings längst überholt, deshalb werden die Höchstsätze überschritten oder analog der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bestimmt.

Der Honorarrahmen wird nicht automatisch von privaten Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen akzeptiert. Nur wenige alternative Heilverfahren werden durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) teilweise erstattet. Für Beamte sind die Leistungen in der Regel beihilfefähig. Auch Heilpraktiker können natürlich Ärzte sein, wenn sie die Approbation als Arzt/Ärztin besitzen.

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