Heilberufe

Pflanzenmedizin

Als Alternative kaum angreifbar

Wacholder – nicht nur Gewürz, auch Arznei. Foto: Busche

lps/Cb. Seit Jahrtausenden bekämpfen Menschen Krankheiten, Verletzungen und Störungen mit Extrakten aus Blättern, Blüten, Wurzeln, Rinde oder Früchten sowie mit ganzen Pflanzenteilen. Die moderne Phytotherapie (Pflanzentherapie) ist eine Säule der Naturheilkunde. In vielen Fällen wurde ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen. Pflanzenmedizin eignet sich wegen ihrer guten Verträglichkeit bei zahlreichen leichten, aber auch bei chronischen Beschwerden.

Nicht selten werden Pflanzenpräparate auch adjuvant (unterstützend) eingesetzt, beispielsweise um Symptome von Erkrankungen besser in den Griff zu bekommen oder Nebenwirkungen einer anderen Therapie zu lindern. Wirksame Phytopräparate enthalten nicht nur zermahlenes Pflanzenmaterial, sondern Extrakte mit definiertem Wirkstoffgehalt. Durch besondere Herstellungsverfahren sind sie weitgehend frei von unerwünschten Substanzen.

Bei einigen Präparaten ist ein Hauptwirkstoff bekannt. In diesem Fall kann der Hersteller mit hohem Aufwand immer die gleiche Menge dieses Wirkstoffs garantieren. Mit dem Fachbegriff spricht man von einem standardisierten Extrakt. Pflanzliche Präparate unterscheiden sich dennoch je nach Herstellung. Sie sind nicht einfach austauschbar wie synthetische Medikamente. Oft werden Pflanzentherapie und Homöopathie verwechselt. Zwar gehören beide zur Naturheilkunde, sind aber nicht vergleichbar. Auch Homöopathen verwenden Pflanzen als Heilmittel, jedoch mit anderem Ansatz.

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