Heilberufe

Therapieberuf

Physiotherapie als Einstieg

Hydrotherapie. Foto: Seabel Rym

lps/Cb. Eine Alternative zum Medizinstudium sind für viele die nichtärztlichen Therapie-, Pflege- und Assistenzberufe. Physiotherapeuten wenden spezielle Maßnahmen bei Patienten an, deren Beweglichkeit unfall-, krankheits- oder altersbedingt eingeschränkt ist. Den Therapieablauf planen sie aufgrund ärztlicher Verordnung und eigener Beobachtung. Sie orten und analysieren sensorische und motorische Störungen, um sie mit manuellen und anderen Techniken beeinflussen zu können.

Es gibt Einzel- und Gruppentherapie mit verschiedenen Geräten, aber auch Atemtherapie, Bewegungstherapie, Elektro-, Licht-, Wärme- und Kältetherapie sowie Massage und Hydrotherapie. Wichtige Ansatzpunkte sind das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten. Mit den Behandlungstechniken können sie funktionelle Störungen innerer Organe günstig beeinflussen und damit Schmerzfreiheit, Linderung oder Heilung erreichen. Patienten sollen motiviert werden und Übungen später auch eigenständig durchführen können.

Je nach Bedarf leiten die Fachleute auch Angehörige der Patienten zu Hilfestellungen im Alltag an. Nicht wenige erstreben die Übernahme oder Eröffnung einer eigenen Praxis. Es handelt sich um eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an Berufsfachschulen für Physiotherapie. Die körperliche Eignung ist durch ärztliches Attest nachzuweisen. Es sollte ein besonderes Bewegungsgefühl vorhanden sein sowie die Fähigkeit, erkrankte und behinderte Menschen motivieren zu können.

Auswahlverfahren werden trotz großer Nachfrage nach Fachleuten durchgeführt. Diese Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und endet mit der staatlichen Prüfung. Praktika finden in Kliniken statt. Wegen unterschiedlicher Träger sind auch die Kosten unterschiedlich. BAföG kann beantragt werden.

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