Heilberufe

Werben für Heilpraktiker?

Beschränkungen

Heilpraktiker empfehlen Kneippsche Güsse. Foto: Bad Wörishofen

lps/Cb. Wie Ärzte und andere Berufe der Heilkunde unterliegen auch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker den Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes (HWG). Darin finden sich Verbote von irreführender Werbung für Arzneien, außerdem Vorschriften über wichtige Grundinformationen zu Arzneien, etwa zu deren Anwendungsgebieten, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Geregelt wird auch die Werbung für heilkundliche Mittel und Verfahren. Heilpraktiker sind in besonderer Weise von den Vorschriften des HWG betroffen, weil sie sich außer in medizinischen Bereichen auch in Grenzbereichen bewegen, die wissenschaftlich nicht anerkannt sind. So ist es unter Strafandrohung verboten, Wirkungen nicht anerkannter Behandlungsmethoden zu versprechen oder zu behaupten. In der Werbung außerhalb der Fachkreise dürfen auch wissenschaftliche Gutachten nicht verwendet werden. Heilpraktiker sehen sich deshalb oft zu einer Gratwanderung bei der Bekanntmachung ihrer Fachgebiete und Behandlungsmethoden gezwungen. Promovierte und habilitierte Heilpraktiker, die ihre Titel nicht im Fach Medizin erworben haben, dürfen nicht den Anschein erwecken, approbierte Ärzte zu sein und müssen den jeweiligen Titel vollständig angeben, bei ausländischen Unis mit deren Nennung.


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