Hochzeit

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes
Ein Armband einer Freundin oder Schwester kann als geliehenes Attribut genutzt werden. Foto: CHRIST

lps/Jm. Es gibt zahlreiche Traditionen im Hinblick auf Hochzeiten, die seit Jahrzehnten praktiziert werden. Der wohl bekannteste Brauch stammt aus England und besagt, dass die Braut bei der Hochzeit etwas Altes, Neues, Blaues und Geliehenes tragen sollte.

Als alter Gegenstand wird beispielsweise häufig ein Schmuckstück eines Familienmitglieds oder ein Erbstück verwendet, das Neue ist in der Regel das Brautkleid, ein geliehener Gegenstand kann ein Schmuckstück der Schwester oder einer engen Freundin sein. Als blaues Attribut wird ein Strumpfband dieser Farbe von der Braut getragen. Eine weitere bekannte Tradition ist der Polterabend, an dem Geschirr absichtlich zerschlagen wird. Ursprünglich diente dieser Brauch zur Abwehr von bösen Geistern und sollte das Glück des Brautpaars bewahren. Früher wurde der Polterabend einen Tag vor der Hochzeit veranstaltet, heutzutage ist es eher üblich, ungefähr eine Woche vor der Trauung zu „poltern“. Als Veranstaltungsort des Abends wurde ursprünglich der Vorgarten des Hauses, in dem die Braut wohnte, genutzt.

Heute werden kaum noch feste Vorgaben über den Ort gemacht. Im Gegensatz zur Verlobungs- oder der Hochzeitsfeier werden zu diesem traditionellen Brauch keine Einladungen versendet, sondern die Gäste mündlich eingeladen, da es eine ungezwungene Feier sein soll. Ob und inwieweit das Brautpaar diese Hochzeitstraditionen pflegt, ist natürlich jedem selbst ­überlassen.

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