Kapital und Versicherung

Wenn es gebrannt hat

lps/Cb. Kaum einer rechnet mit einem Brand im Haus, denn es gibt jetzt doch Rauchmelder. Insgeheim erinnert man sich an den heiligen Florian: „Verschone unser Haus, zünde lieber ein anderes an“ (vielleicht sogar das der Nachbarn). Gegen Brände kann man sich versichern, trotzdem bleiben die Folgen eines Brandes belastend. Aber auch neue Häu-

ser sind nicht automatisch sicherer. Fast täglich hören und lesen wir nicht zuletzt bei anhaltender Dürre von katastrophalen Bränden, die Häuser und ganze Existenzen vernichten, besonders wenn die Häuser brandtechnisch gefährdet sind, viele hölzerne Bestandteile enthalten oder gar mit Stroh gedeckt sind.

Betroffene sollten nach einem Brand in jedem Fall sofort ihre Hausrat- und (als Eigenheimbesitzer) ihre Wohngebäudeversicherung informieren. Dann können Sachverständige den Schaden begutachten und wenn nicht alles ein Opfer der Flammen geworden ist, professionelle Brandsanierer ins Boot holen. Den Opfern geht es nicht nur um materielle, sondern auch um ideelle Werte, liebe Erinnerungsstücke, Kunstwerke. Ein erster Schritt zur Rettung von Gütern aus Brandstätten ist die Abdichtung von Dach, Fenstern und Türen. Brandsanierung bedeutet auch den umgehenden Einsatz von Entfeuchtungsgeräten, denn Löschwasser hat einen großen Anteil an den Folgeschäden. Dauerbelastungen wie Rost und Schimmel sollen vermieden werden. Für die Versicherung stellt sich natürlich die Frage, was sich zu sanieren lohnt und wo ein Neukauf wirtschaftlicher wäre. Haushaltsgeräte und andere technische Geräte zählen nicht zu den sanierungswürdigen Gegenständen, außer wenn es sich um anerkannte Antiquitäten handelt. Bei Totalschäden durch Brände rechnen die Versicherer nach Auskunft von Fachleuten mit durchschnittlichen Kosten von mindestens 700 Euro pro Quadratmeter.

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