Kfz-Herbst

Die Autowäsche im Winter

Ideal sind im Winter Waschstraßen und Portalwaschanlagen, weil hier in der Regel wärmere Temperaturen herrschen und das Fahrzeug
Ideal sind im Winter Waschstraßen und Portalwaschanlagen, weil hier in der Regel wärmere Temperaturen herrschen und das Fahrzeug im Anschluss an die Reinigung nahezu trocken wieder rausfährt. Foto: Jörg Bächle

ZDK. Eine Frage, die viele Autofahrer im Winter umtreibt: Soll ich überhaupt mein Auto waschen? Wenn ja, wie oft? Und wie bekomme ich den Wagen möglichst rostfrei durch die kalte Jahreszeit?

Schnee, Eis und vor allem das Streusalz greifen den Autolack, den Unterboden und auch die Dichtungen der Fahrzeuge stark an und können zu teuren Folgeschäden wie Rostbildung führen. Gerade bei einem vorgeschädigten Lack mit Kratzern oder Abplatzungen lauern nach dem Winter böse Überraschungen.

Daher gilt: dieser Schmutz muss weg! Eine sinnvolle Gefahrenabwehr ist eine regelmäßige Autowäsche, die auch im Winter von Experten ausdrücklich empfohlen wird.

Bei der Wäsche sollten aber ein paar Punkte beachtet werden:

Autowäsche bei Minusgraden vermeiden

Auch im Winter sollte man für die Autowäsche einen Tag wählen, an dem die Temperatur über null Grad liegt. Die Gefahr, dass Türschlösser vereisen, Gummidichtungen anfrieren oder sich Wasser auf Scheibenwischer und Bremsen legt und gefriert, ist bei gemäßigten Temperaturen deutlich geringer.

Ideal sind im Winter Waschstraßen und Portalwaschanlagen, weil hier in der Regel wärmere Temperaturen herrschen und das Fahrzeug im Anschluss an die Reinigung nahezu trocken wieder rausfährt.

Alles rund um die Autowäsche

Unbedingt vor der Einfahrt in die Waschanlage alle Reste von Schnee und Eis entfernen. Bei der Programmwahl ist darauf zu achten, dass eine Vorwäsche - beispielsweise mit einem Dampfstrahler zum ersten Entfernen des groben Schmutzes - Teil des Waschprogramms ist.

Verzichtet man auf diese Vorsichtsmaßnahme, kann der grobe Schmutz von den Bürsten und Lappen in der Waschstraße über den Lack gezogen werden und Kratzer verursachen.

Eine Unterbodenwäsche ist gerade im Winter wichtig, um auch dort hartnäckigen Dreck und Streusalz zu entfernen. Hierzu noch ein weiterer Tipp: Auf einer Hebebühne in der Werkstatt kann der Kfz-Fachmann vor und nach der Wintersaison Schäden am Unterbodenschutz erkennen und ausbessern. So hat Rost keine Chance.

Dem Eindringen und Gefrieren von Waschwasser in Türschlössern beugt man vor, in dem man die Öffnungen abklebt. Die Fenster- und Türdichtungen werden mit dafür vorgesehenem Silikonsprays geschützt.

Bei der Reinigung verlangen auch die Reifen und Felgen eine gewisse Pflege, damit sie zuverlässig ihren Dienst verrichten können. Doch bitte mit der nötigen Vorsicht beim Umgang mit Hochdruckreinigern vorgehen, um Beschädigungen der Reifen zu vermeiden!

Das trockene Finale

Nach der Wäsche die Fenster- und Türdichtungen mit einem Lappen gut trocknen und ein geeignetes Pflegemittel verwenden. So beugt man spröden Gummidichtungen vor. Dies schließt auch die Kontrolle der Gummikanten an den Scheibenwischern ein. Diese verschleißen im Winter deutlich schneller und lassen in ihrer Funktion nach.

Und zum Schluss: Ein kurzer Bremstest sorgt dafür, dass die Bremsen und Bremsscheiben von eventuell gefrorenem Wasser befreit werden. Danach steht einer sauberen und sicheren Wintertour nichts mehr im Weg.

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