Kfz-Herbst

Feuerwerk an Elektromodellen

Deutschland hat nach wie vor Nachholbedarf

Die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge muss weiter verbessert
werden. Foto: ProMotor/T. Volz

pm. Seit Jahren viel diskutiert, kommt die Elektromobilität in Deutschland nun in Fahrt. Vieles spricht dafür, dass es mit dieser Mobilitätsform nach vorne geht.

Neue Modelle stehen in den Startlöchern

Gerade preiswertere E-Modelle, insbesondere für den Stadt- und Nahverkehr, werden 2019 den deutschen Automarkt bereichern. Und die Hersteller wie Volkswagen versprechen ein regelrechtes Feuerwerk an Elektromodellen: Gut drei Dutzend neue Elektroauto-Modelle werden 2019 und 2020 auf den Markt kommen. Diese E-Modell-Palette mit Basispreisen ab 12 000 Euro wird besonders für Berufspendler, Pflegedienste oder Stadtkuriere interessant.

Besteuerung von ­Elektro-Dienstwagen

Wer sich für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug als Dienstwagen entscheidet, versteuert monatlich als geldwerten Vorteil statt 1 Prozent des Listenpreises nur noch 0,5 Prozent. Diese Regelungen gilt für Fahrzeuge, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden.

Ladeinfrastruktur muss weiter verbessert werden

Ende 2018 gab es rund 16 000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte - davon 12 Prozent Schnelllader. Hier hat Deutschland nach wie vor Nachholbedarf, sieht doch die „Nationale Plattform für Elektromobilität“ für 2020 einen Bedarf von 70 000 öffentlichen Ladepunkten und 7 100 Schnellladesäulen. Doch wer hofft, dass es endlich auch einen gesetzlichen Anspruch auf eine Ladesäule in einer privaten Tiefgarage gibt, wird sich weiter gedulden müssen: Zwar haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, den Einbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge zu erleichtern. Dennoch haben Mieter und Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern derzeit keine rechtliche Handhabe, um eine eigene private Ladesäule (Wallbox) an ihrem Stellplatz zu installieren. Frühestens nach der Sommerpause ist mit dem Abschlusspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu rechnen, die den gesetzlichen Anspruch auf eine Ladesäule in einer privaten Tiefgarage diskutiert.

Elektroautos geben bald auch einen Ton ab

Seit dem 1. Juli muss in neuen Typen von Hybridelektro- über reine Elektrofahrzeuge bis hin zu Brennstoffzellenautos ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting Systems, kurz AVAS) zum Schutz von Fußgängern installiert sein. Ziel ist es, dass Radfahrer, Fußgänger sowie ältere und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer besser auf die bisher leisen Fahrzeuge aufmerksam werden.

Anzeige