Kfz-Herbst

Sachmangelhaftung für Fahrzeugmängel inklusive

Sachmangelhaftung für Fahrzeugmängel inklusive
Den Wunsch nach einem geprüften Gebrauchtwagen erfüllen die Profis im Kfz-Meisterbetrieb. Foto: ProMotor/T. Volz

pm. Wer auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen ist, der stellt sich die Frage: Wo kaufe ich am besten meinen neuen Traumwagen?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit dem Kauf in einem Meisterbetrieb der Kfz-Innung gut beraten. Das sind sowohl markengebundene Autohäuser als auch freie Kfz-Betriebe.

Dort gibt es junge Gebrauchte wie Vorführwagen, Jahreswagen oder Leasingrückläufer genauso wie attraktive Gebrauchtwagen im mittleren Preissegment.

Die technische Komplexität der Fahrzeuge wächst stetig. Daher ist fachmännischer Rat wichtig. Der Kfz-Meister beurteilt den Zustand des Fahrzeugs. Wartung und Reparaturen führen die Kfz-Mechatroniker und Karosseriefachleute in der Werkstatt durch.

In den Meisterbetrieben der Kfz-Innungen haben Kunden die Sicherheit eines Fachbetriebes, in dem auch die notwendigen Investitionen in Geräte und Ausbildung der Mitarbeiter durchgeführt werden.

Und es gilt die einjährige Sachmangelhaftung für Fahrzeugmängel, die im Zeitpunkt der Übergabe vorhanden waren, wenn das Fahrzeug vom Käufer zu privaten Zwecken gekauft wird.

Nicht selten gewähren die Autohäuser und Werkstätten darüber hinaus zusätzliche Garantien beim Gebrauchtwagenkauf.

Genügend Zeit für den Kauf einplanen

Wer sich auf dem Privatmarkt umschauen möchte, sollte genügend Zeit für den Kauf einplanen. Schon beim ersten Gang ums Auto ist ein kritischer Blick angebracht.

Haben die Reifen mehr genügend Profiltiefe oder sind diese einseitig abgelaufen? Gibt es Beschädigungen? Weicht die Farbe einiger Karosserieteile von der übrigen Lackierung ab? Wurden die vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt?

Sind Mängel aus dem Prüfbericht der jüngsten Hauptuntersuchung behoben worden? Hatte das Fahrzeug einen Unfall? Wichtig ist auch ein Blick in die Fahrzeugpapiere, ob Name des Verkäufers und Halters übereinstimmen.

Kilometerstand überprüfen

Auch der Kilometerstand auf dem Tachometer sollte überprüft werden. Hier lohnt sich ein Blick auf Reparaturrechnungen oder ins Serviceheft, wo Wartungsintervalle und Kilometerleistung vermerkt sind. Auch die Zahl der Vorbesitzer kann Rückschlüsse über die tatsächlich gefahrenen Kilometer zulassen.

Absolut notwendig beim Gebrauchtwagenkauf ist die Probefahrt. Dabei lässt sich bei höheren Geschwindigkeiten schnell feststellen, ob beispielsweise undefinierbare Geräusche auftreten, das Auto beim Bremsen nach links oder rechts zieht, die Lenkung flattert und ob alle Funktionen einwandfrei arbeiten.

Schiedsstellen helfen bei Reklamationen

Übrigens wird beim Kauf eines Gebrauchtwagens von privat in der Regel ein kompletter Haftungsausschluss vereinbart.

Der Gebrauchtwagenkauf im Meisterbetrieb der Kfz-Innung bietet dem Autokäufer hingegen zusätzliche Sicherheit.

Sollte es nach dem Kauf Gründe für Beanstandungen geben, kann der Kunde kostenlos die zuständige Kfz-Schiedsstelle anrufen und den vermeintlichen Mangel überprüfen lassen. Die rund 100 Schiedsstellen bundesweit sind unter www.kfz-schiedsstellen.de gelistet.

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