Konfirmation und Kommunion

Kleid oder Kutte

lps/Ln. Die Frage nach dem richtigen Outfit zur Kommunion stellt sich vielen gar nicht, denn es ist klar: Mädchen strahlen in feinen, weißen Kleidchen, Jungen glänzen im Anzug. Und darauf freuen sich die meisten schon lange im Voraus, Kinder wie auch Eltern. Und beim gegebenen Anlass macht solch feine Kleidung auch Sinn, denn schließlich werden die kleinen Kommunionkinder in die Kirchengemeinde aufgenommen und das ist doch ein Grund zum Feiern!

Vielerorts ist das Hübsch-Machen und Sich-Herausputzen mit der Zeit allerdings in eine Art Wettbewerb ausgeartet, bei dem es fast nur darum geht, das aufwendigste und teuerste Kleid präsentieren zu können. Aus diesem Grund haben sich viele Gemeinden dazu entschlossen, einen „Kuttenzwang“ einzuführen.

Einige Kirchen lassen auch die Eltern der Kommunionkinder abstimmen, ob sie Kleid und Anzug oder eine weiße Kutte, die sogenannte „Albe“, für ihre Kinder wünschen. Diese erinnert an frühere Zeiten, in denen die frisch Getauften eine Woche lang ihre weißen Gewänder trugen, bis zum ersten Sonntag nach Ostern, der daher auch „Weißer Sonntag“ genannt wird.

Auch heute noch senden die Alben eine Botschaft, die mit dem Gedanken der Kommunion Hand in Hand geht. Denn nicht nur wird mit dem Tragen der Kutten dem Wettbewerb Einhalt geboten, es bestärkt die Kinder zusätzlich gemeinsam als Gruppe vor den Altar zu treten, in der alle gleich sind, unabhängig von gesellschaftlichem Stand oder persönlichem Geschmack.

Und als Kompromiss können Eltern ihre Schützlinge für die anschließende Feier und Fotos zurechtmachen und so das beste von beidem genießen.

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