Konfirmation und Kommunion

Von Anzügen, Kleidern und Kutten

Von Anzügen, Kleidern und Kutten
Einfache Kutten symbolisieren Einheit und Gemeinschaft und ersetzen in manchen Gemeinden teure Kleider und Anzüge. Symbolbild

lps/DGD. „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“, so heißt es in der Bibel, als der eher unscheinbare David zum König von Israel gekrönt wird. Dennoch ist der Tag der Kommunion oder der Konfirmation einer der bedeutendsten Tage im Leben der jungen Christen, der mit entsprechender Kleidung zelebriert werden möchte. Der Dresscode wird dabei teilweise sehr unterschiedlich gehandhabt.

In der katholischen Kirche sind die Anforderungen an die Kleidung sehr konservativ und lassen wenig Spielraum. Üblicherweise werden klassische Outfits getragen, bei den Mädchen weiße Kleider und bei den Jungen dunkle, meist schwarze Anzüge. Die Protestanten sehen es bei der Konfirmation ein wenig lockerer. Es ist nicht unüblich, dass die Heranwachsenden auf eher legere Outfits zurückgreifen. Ein schwarzer Anzug kann beispielsweise durch eine Stoffhose und ein rosa Hemd mit Sakko ersetzt werden. So kommt es durchaus häufiger vor, dass auch die Farbwahl etwas unorthodoxer ist. Bunte Blusen oder Hemden beispielsweise erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und werden gerne als Alternative getragen. Natürlich darf es auch nicht zu extravagant sein. Farben sind in Ordnung, wenn sie eher schlicht gehalten sind und nicht zu viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Da die Auswahl des passenden Outfits häufig sehr viel Zeit erfordert und man Gefahr läuft, dass der eigentliche Anlass der Glaubensbestätigung zur Modenschau wird, gibt es Gemeinden, die auf einheitliche Kutten zurückgreifen. Die schlichten Gewänder sorgen für ein großes Gemeinschaftsgefühl der jungen Christen und fokussieren das Wesentliche. Damit kann ganz nebenbei auch Gutes getan werden. So kann zum Beispiel das Geld, das bei der Kleidung gespart wurde, an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden.


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