Nachhaltigkeit

Alle wollen Artenvielfalt und Klimaschutz

„Schmeck’ die Teck“ kann beides

Am Samstag, 9. April, und Sonntag, 10. April, findet beim Schmeck die Teck-Mitglied Sulzburghof das diesjährige Frühjahrserwachen statt. Jeweils von 9 bis 17 Uhr öffnet der Hof seine Türen und zeigt, wie man vor Ort Lebensmittel erzeugt. Viele Stände mit einer bunten Vielfalt regionalen Handwerkskunst und Attraktionen für Kinder machen den Besuch zu einem spannenden Erlebnis. Foto: privat

pm. Die Situation ist absurd: Die Sehnsucht nach Naturerlebnissen wächst und alle wollen Klimaschutz. Doch gleichzeitig gibt es immer weniger Tier- und Pflanzenarten, verursacht durch die Zunahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen, Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft und auch durch die immer intensivere Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen. Auch der Klimaschutz kommt nicht richtig in Fahrt.

Schmeck’ die Teck e.V. versucht, dagegen zu steuern: In der Region produzierte Lebensmittel mit kurzen Transportwegen sind bekanntlich ein guter Beitrag zur Nachhaltigkeit. So produziert regional erzeugtes Obst viel weniger CO2 als beispielsweise eine Flugananas.

Frühjahrserwachen

Angelika Kuch vom Vorstand des Vereins lädt zum Frühjahrserwachen auf dem Sulzburghof in Unterlenningen ein: „Am Samstag, 9. April, und Sonntag, 10. April, findet endlich wieder unser Frühjahrserwachen statt. Jeweils von 9 bis 17 Uhr öffnen wir unsere Türen und zeigen, wie wir unsere Lebensmittel erzeugen. Viele Stände mit einer bunten Vielfalt der regionalen handwerklichen Kunst und Attraktionen für Kinder wie Milchkannenschießen machen den Besuch bestimmt zu einem spannenden Erlebnis.“

Gruppe der Lokalen Agenda 2030

Der Verein Schmeck’ die Teck wurde 2001 als eine Gruppe der Lokalen Agenda 2030 Kirchheim gegründet und bemüht sich, den VerbraucherInnen Nahrungsmittel aus unserer Region wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wer regional einkauft leistet einen Beitrag zum Artenschutz, Klimaschutz und auch zur Ernährungssicherung, da die aktuellen Lieferprobleme den Verarbeitern hierzulande zu schaffen machen.

Mitglieder des Vereins

Zwei Schmeck’ die Teck-Betriebe, Wiesenhof Kächele in Lenningen und Biolandhof Gruel in Owen, bewirtschaften ihre Flächen nach den Kriterien der ökologischen Anbauverbände und betreiben damit einen aktiven Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und erhöhen die Biodiversität. Beide bauen immer mehr verschiedene Gemüsesorten selbst an und bieten in ihren Hofläden eigene Milch und eigenes Obst, Rindfleisch und Teck-Lensa an. Frisches Gemüse – frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln und –stärkungsmitteln – findet man auch in der Landgärtnerei Czauderna in Ötlingen sowie auf dessen Stand auf dem Kirchheimer Wochenmarkt.

Auch die konventionellen landwirtschaftlichen Mitgliedsbetriebe bei Schmeck’ die Teck ergreifen Maßnahmen zum Schutz und Erhalt von Biodiversität wie z.B. den Anbau von Leguminosen und Förderung von Ackerrandstreifen. Diese Mitgliedsbetriebe sind Gölz in Kirchheim-Nabern, Däschler, Munk und Stümpfle in Owen und der Sulzburghof in Unterlenningen.

Die Brennereien von Schmeck’ die Teck e.V. bewirtschaften ihre Streuobstwiesen mit Neupflanzungen und Anbau von alten regionaltypischen Sorten. Berghof Rabel in Owen, Rommel „Genuss im Glas“ in Lenningen und Gall in Kirchheim-Nabern pflegen ihre Streuobstwiesen nachhaltig und verarbeiten die Früchte zu vielfältigen Destillaten. Durch die extensive Bewirtschaftung tragen diese Betriebe zum Erhalt der landschaftsprägenden und artenreichen Streuobstwiesen bei.

Die Stärke von Schmeck’ die Teck e.V. liegt in der Vernetzung von Erzeugern, Verarbeitern, Gastronomen und Naturschützern. Weitere Mitgliedsbetriebe sind die Imker Epple und Buschick, die Mühlen Sting in Jesingen und Ensinger in Owen, die Bäckerei Bohnacker in Lenningen, das Deie-Backhaus in Kirchheim, die Metzgereien Hepperle in Kirchheim und Ehni in Lenningen sowie Cornelia Dürr mit ihren Alb-Naturseifen.

Ein wichtiger Baustein im Verein sind die Gaststätten, bei denen sich die Gäste das Gute, was von den heimischen Streuobstwiesen, Feldern und Weiden kommt, schmecken lassen können: Teckkeller, Stiftsscheuer, Hotel zum Rad, Metzger´zehn und das Deie Backhaus im Möbel König in Kirchheim, Schwabenstüble in Owen sowie Zähringer-Stuben in Weilheim.

Auf der Internetseite www.schmeckdieteck.de findet man Wissenswertes zu den Vereinszielen und zu allen Mitgliedsbetrieben.

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